Die Spielkünste der Bundeswehr-Musikkorps sind bei der Fußball-WM nicht gefragt. Statt in den WM-Stadien die Armee-Orchester die Nationalhymnen spielen zu lassen, hat sich der Fußball-Weltverband FIFA für Hymnen vom Band entschieden, berichtet die «Welt am Sonntag».
Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) bedauerte die Entscheidung der FIFA. «Ich hätte die Musikkorps der Bundeswehr gern für diesen Anlass zur Verfügung gestellt und bedaure die Ablehnung. Aber die FIFA ist der Ausrichter, und sie hat sich für die Bandeinspielung entschieden», sagte Jung.
Ein Sprecher des WM-Organisationskomitees führte organisatorische Gründe für die Absage an. Das Komitee hätte sich zudem an Vorgaben der FIFA zu halten. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden, habe der Weltverband den beteiligten Nationen die einzuspielende Version ihrer Nationalhymne zur Genehmigung vorgelegt.
Die Bundeswehr, die insgesamt über 22 Orchester mit zusammen rund 1100 Musikern verfügt, wollte kostenlos zu spielen. Und das Stabsmusikkorps wäre für die Auftritte gut vorbereitet gewesen. Denn unlängst spielten die Soldaten eine CD ein - der Inhalt: die Nationalhymnen der 32 WM-Teilnehmer.