Genau zwei Wochen vor dem WM-Eröffnungsspiel am 9. Juni in München hat Klinsmann die ersten fünf Startplätze namentlich vergeben: Neben Ballack sollen Torsten Frings, Bernd Schneider, Miroslav Klose und Jens Lehmann als Torwart Nummer 1 gegen Costa Rica auflaufen, falls sie gesund bleiben. «Das Gerüst steht», verriet der 41-Jährige. Auch ein Platz in der Innenverteidigung ist bereits fest verplant. Obwohl Klinsmann den Namen am Freitag noch nicht lüftete («Das verrate ich nicht»), deutet alles auf den Hannoveraner Per Mertesacker hin. Sein zweiter Wunschspieler für die zentrale Abwehr scheint Christoph Metzelder zu sein, der sich nach Muskelfaserriss beim Test gegen die Genfer Junioren mit einer guten Leistung zurückgemeldet hatte. «Er ist wieder höchst belastbar», bestätigte Klinsmann, dass Metzelder körperlich seine Rückstände aufgeholt hat. Für die rechte Verteidiger-Position hat Klinsmann neben dem einzigen nominierten Spezialisten Arne Friedrich auch Frings und Schneider als Notlösung auf dem Zettel: «Beide wissen Bescheid.» Alle WM-Karten will Klinsmann gegen die Luxemburger wie auch in den folgenden zwei Vorbereitungs-Länderspielen noch nicht aufdecken. «Für uns sind das drei Experimentierspiele», kündigte der Wahl-Amerikaner an. Schon in Freiburg sollen insgesamt 17 Spieler aus seinem Kader eine Chance erhalten, mehr dürfen nicht eingesetzt werden. «Die nicht zum Zug kommen, werden auf einem Nebenplatz trainieren», ergänzte der Bundestrainer. Erst sechs Stunden vor dem Anpfiff wird der DFB-Tross aus Genf losfliegen und in Freiburg ein Tageshotel beziehen. «Ich erwarte, dass sich die Mannschaft alle Mühe gibt und Schritt für Schritt besser in Fahrt kommt», sagte Klinsmann zu seinen Ansprüchen an den Kurz-Trip, bei dem Jens Nowotny nach zwei Jahren sein Comeback in der DFB-Elf feiern und Frings sein 50. Länderspiel bestreiten kann. Gleich nach Abpfiff geht es um 21.55 Uhr von Lahr nach Genf zurück. Für Mayer-Vorfelder könnte die WM-Mission schon mit dem Viertelfinal-Einzug ein Erfolg werden, falls das deutsche Team gut spielt. «Das Schönste aber wäre», sagte «MV» und schlug Klinsmann bei der Pressekonferenz kräftig auf den Arm, «sein Wort wird Wirklichkeit.» Dann könnte der 73-jährige DFB-Chef mit dem WM-Titel in den Ruhestand gehen.
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