Sie sind hier: Startseite > WM 2006 > Unser Team > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
Forexhandel
Euroweb Sportförderung
 

Klinsmann: «Sind voll im Plan» - Sieg im Testspiel

Genf (dpa) - 25.05.2006, 19:43 Uhr

Lukas Podolski (l) versucht sich gegen Davide Di Dio (r) durchzusetzen.
Lukas Podolski (l) versucht sich gegen Davide Di Dio (r) durchzusetzen.

Training, Mannschaftsfoto, Testspiel - nach einer ersten kurzen Verschnaufpause beim WM-Drill am Genfer See hat Jürgen Klinsmann die Zügel am Vatertag sofort wieder angezogen.

Nach einer Schweiß treibenden Übungseinheit präsentierte sich der deutsche Kader am Nachmittag zunächst im traditionellen schwarz-weißen Dress zum offiziellen WM-Mannschaftsfoto und gewann danach ein Testspiel über die volle Distanz von 90 Minuten gegen die A-Junioren des Schweizer Drittligisten mit 12:0 (5:0).

Neben dem dreifachen Torschützen Oliver Neuville und dem zwei Mal erfolgreichen Lukas Podolski trafen Robert Huth, Bernd Schneider, Bastian Schweinsteiger, Gerald Asamoah, Tim Borowski, Sebastian Kehl und Mike Hanke für die deutsche Mannschaft. Eine Schrecksekunde gab es in der 26. Spielminute, als Michael Ballack mit einer Sprunggelenksverletzung vom Feld musste. Die DFB-Ärzte konnten aber Entwarnung geben: Der Kapitän kam nach einer ersten Diagnose mit einer leichten Zerrung des Kapselbandes am linken Fuß davon.

«Wir sind genau im Plan», sagte Klinsmann zwei Tage vor dem Länderspiel-Auftritt in Freiburg gegen WM-Aufbaugegner Luxemburg. Die Spieler freuen sich auf den Test vor heimischem Publikum. «Wir sind froh, dass wir dieses zusätzliche Spiel bekommen haben», sagte Torjäger Miroslav Klose: «Wir brauchen diese Trainingsspielchen, um das Verschieben und Pressen auf den Gegner zu üben. Denn das kann man gar nicht richtig trainieren.»

Der freie Nachmittag, den Klinsmann am Vortag gewährt hatte, war eine bewusste Reaktion auf die Müdigkeit der Spieler nach den hohen Trainings-Belastungen. «Wenn wir merken, sie sind am Limit, wird es einen halben oder einen ganzen Tag frei geben. Dieses Wechselspiel wird auch bei der WM praktiziert», sagte Klinsmann. «Es macht keinen Sinn, dass wir überziehen und die Spieler sich verletzen», ergänzte Co-Trainer Joachim Löw, der mit seiner Kritik an den Trainings- und Ausbildungsmethoden in der Bundesliga für Aufsehen sorgte.


Die Spieler waren froh über den freien Nachmittag, den unter anderem Klose zu einer Bootstour auf dem Genfer See und einem anschließenden Café-Besuch in der Altstadt nutzte. «Es ist auch wichtig, dass man den Kopf wieder frei kriegt für die nächsten Trainingseinheiten», sagte der Dortmunder Sebastian Kehl, der am Abend im Quartier bei einem Kurs mit Schweizer Uhrmachern mitmachte.

Ins Power-Training ist zwei Wochen nach seinem Muskelfaserriss in der Wade auch Kehls Vereinskollege Christoph Metzelder wieder eingestiegen. «Es hat alles funktioniert, aber es fehlt natürlich noch der Rhythmus», sagte der Vizeweltmeister von 2002 und versprach: «Ich werde das Vertrauen der Trainer zurückzahlen.» Auch Tim Borowski und Mike Hanke können nach überstandener Grippe wieder mitmischen.

Vor allem für den Bremer Borowski, der sich Chancen auf einen Startplatz am 9. Juni gegen Costa Rica ausrechnet, ist das wichtig. Das Einspielen der Mannschaft und Einüben des taktischen Verhaltens in der Gruppe rücken immer mehr in den Vordergrund. «Unser Umschalten von Angriff auf Abwehr war nicht immer perfekt. Das müssen wir lernen», betonte Klose. Zwei Wochen vor dem WM-Ernstfall zeichnet sich beim Ausmerzen der Defizite jedoch ein Wettlauf mit der Zeit ab, gerade in der Abwehr. «Wir haben jetzt drei, vier, fünf Wochen. Perfektionieren wird da schwer», räumte Löw ein.

Der Chef-Taktiker absolviert gerade mit den Abwehrkräften Überstunden bei der Schulung der Viererkette, in der Rückkehrer Metzelder sofort an die Seite des auch für ihn gesetzten Per Mertesacker rückte. «Wir versuchen, uns in den taktischen Elementen zu verbessern», sagte Löw. Das geschieht nicht nur praktisch auf dem Platz, sondern auch mit Video-Lehrbeispielen im Hotel.

Die Abwehrschulung offenbarte auch, was ein Hauptgrund für die Beförderung Jens Lehmanns zum WM-Torhüter war. Der 36-Jährige gilt durch seine Erfahrungen bei Arsenal London als Spezialist für das Zusammenspiel des Torwarts mit einer offensiven Viererkette. «Er hat immense Erfahrung und einen großen Fußball-Sachverstand, was taktische Dinge betrifft. Es ist enorm wichtig, dass er Hilfestellung gibt», sagte Löw in seinem Plädoyer für den Lehrmeister Lehmann. Dem Rivalen von Oliver Kahn kommt die Auslands-Erfahrung zu Gute.

Löw prangerte in Genf unverblümt die Defizite der Bundesliga an, die zum großen Problem für die Nationalmannschaft werden. «Es ist schon zu sehen, dass das Spiel in der Bundesliga in die Breite angelegt wird. Wir aber wollen, dass die erste Aktion in die Tiefe geht, nicht quer, quer, quer oder in letzter Not zum Torwart zurück», sagte Löw. Er forderte eine Orientierung an den ausländischen Top-Ligen. «Wir können uns in Deutschland noch optimieren.»

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
25.05. 19:33 - Klinsmann nach Auszeit: «Sind voll im Plan»
25.05. 15:22 - Buntes Ballgeflüster aus Genf
25.05. 14:43 - Metzelder: Kein Wechsel vor WM
25.05. 14:21 - Fandel warnt vor «unnötigen Gelben Karten»
25.05. 11:30 - Pele lobt Klinsmanns Arbeit
25.05. 10:40 - Wieder volles Programm für DFB-Team
24.05. 16:03 - Buntes Ballgeflüster aus Genf
24.05. 16:01 - Klinsmann: «Möchte mich am Turnier messen lassen»
24.05. 15:26 - Chef-Taktiker Löw beklagt Bundesliga-Defizite
24.05. 13:43 - Metzelder-Comeback bei Nationalelf-Training
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com