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Buntes Ballgeflüster aus Genf

25.05.2006, 15:22 Uhr

Nationalspieler Sebastian Kehl hantiert in Genf an einem Uhrwerk.
Nationalspieler Sebastian Kehl hantiert in Genf an einem Uhrwerk.

UHRMACHERKURS: Schweizer Uhrmacher führten die deutschen Nationalspieler in die Kunst ihres Handwerks ein. Christoph Metzelder zeigte sich beeindruckt. «Mir sind andauernd die Schrauben aus den Pinzette gefallen», berichtete der Dortmunder von seinen Versuchen, selbst eine Uhr zum Ticken zu bringen. Neben Metzelder beteiligten sich auch noch BVB-Kollege Sebastian Kehl und weitere WM-Spieler am Zusammenbau von Uhren.

ÄRGER: Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme wollte Schiedsrichter Herbert Fandel seinen Frust über die Nichtnominierung als WM-Referee abreagieren. «Ich habe mir einen 30 Zentimeter langen Klapp-Spaten gekauft und wollte damit meinen Garten umgraben», berichtete der 42- jährige Referee aus Kyllburg, der am Donnerstag in Genf die deutschen Nationalspieler über die entscheidenden WM-Regeln informierte. Fandel verzichtete dann doch auf die Frustbekämpfung: «Ich werde jetzt das tun, was alle Fans tun: Am Fernsehen unserem Team die Daumen die Daumen drücken.»

MOTIVATION: Philipp Lahm ärgert sich über seinen Gips, den er nach einer Ellbogen-Operation noch immer tragen muss. Zwar wird der Münchner Abwehrspieler schon wieder mit in die meisten Trainings- Übungen einbezogen, doch in den Zweikämpfen muss er noch vorsichtig sein. Jürgen Klinsmann berichtete über Lahms Gemütszustand: «Der brennt nur so, dass der Gips endlich weg kommt. Aber er muss einfach noch ein paar Tage Geduld haben.»

KUNSTSCHÜTZE: Ausgerechnet Torwarttrainer Andreas Köpke erwies sich in Genf als begnadeter Kunstschütze. Der Europameister von 1996 stellte Lukas Podolski & Co. beim Zielschießen in einen Mülleimer in den Schatten. Köpke traf im ersten Versuch und musste sich anschließend von den Verlierern scherzhaft fragen lassen, warum er seine Karriere im Tor verschenkt habe.

LOB: Nationalspieler Marcell Jansen hat der Vereinsführung von Borussia Mönchengladbach zur Verpflichtung von Trainer Jupp Heynckes gratuliert. «Das ist eine gute Sache», sagte der 20-Jährige. Insbesondere die jungen Akteure wie er könnten von dem ehemaligen Champions-League-Sieger mit Real Madrid nur profitieren. «Jupp Heynckes arbeitet gerne mit jungen Spielern zusammen - das passt.»


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