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Frankreichs T-Frage geklärt: Barthez Nummer 1

Paris (dpa) - 14.05.2006, 15:03 Uhr

Olympique Marseilles Torhüter Barthez gibt seinen Teamkollegen Anweisungen.
Olympique Marseilles Torhüter Barthez gibt seinen Teamkollegen Anweisungen.

Auch in Frankreich ist die T-Frage endlich geklärt: Fabien Barthez wird wie 1998 beim Titelgewinn im eigenen Land als Nummer 1 im Tor der «Équipe Tricolore» stehen.

Dies gab Trainer Raymond Domenech bei der offiziellen Verkündung seines mit einigen Überraschungen gespickten 23-köpfigen Aufgebots bekannt. Der 34-jährige Barthez, der seinen Abgang von Olympique Marseille ankündigte, erhielt damit früher als erwartet den Vorzug vor seinem Dauer-Herausforderer Grégory Coupet von Meister Olympique Lyon.

Sehr überraschend verzichtete Domenech 26 Tage vor dem WM-Beginn in dem zum letzten Mal von Zinedine Zidane (Real Madrid) angeführten Aufgebot des ehemaligen Welt- und Europameisters auf Ludovic Giuly. Der 29 Jahre alte Offensivakteur spielte beim spanischen Titelträger FC Barcelona bis dato eine starke Saison und steht im Champions-League-Finale in Paris gegen den FC Arsenal. Domenech entschied sich ebenso gegen den 17-maligen Nationalspieler wie gegen die routinierten Nicolas Anelka (Fenerbahce Istanbul) und Robert Pires (FC Arsenal).

Stattdessen zog der Coach, der das Amt im Juli 2004 nach dem Viertelfinal-Aus der Franzosen bei der EM in Portugal von Jacques Santini übernommen hatte, zwei Neulinge ohne jeglichen Nationalmannschaftseinsatz aus dem Hut. Vom FC Wigan aus der englischen Premier League wurde Verteidiger Pascal Chimbonda berufen, für die Offensive Franck Ribéry von Olympique Marseille. «Ich kann es nicht glauben», sagte der 23-jährige Ribéry. «Jeder träumt davon mit Zinedine Zidane zusammen zu spielen. Es ist eine solche Ehre für mich», zeigte sich der Debütant überwältigt.

Einziger Bundesliga-Legionär im Team, das am 13. Juni in Stuttgart zum Auftakt gegen die Schweiz antreten muss, ist Willy Sagnol vom frisch gebackenen Double-Gewinner FC Bayern München. Neben Zidane, der nach den Titelkämpfen seine Karriere beenden wird, standen auch Manndecker Lilian Thuram von Juventus Turin und Keeper Barthez bereits vor sechs Jahren beim 3:0 über Brasilien im WM-Finale in der Startformation.


Hochkarätig besetzt hat Domenech seinen Sturm mit nominellen sechs Angreifern. Angeführt wird die Offensive von David Trezeguet (Juventus Turin) und Jens-Lehmann-Mitspieler Thierry Henry (FC Arsenal). Vom FC Liverpool kommt Djibril Cissé, Sylvain Wiltord von Olympique Lyon. Im Mittelfeld soll Claude Makelele vom FC Chelsea Zidane auf dem Weg durch die Gruppenphase mit den weiteren Partien gegen Südkorea (18. Juni in Leipzig) und Togo (23. Juni in Köln) und letztlich zum angestrebten Finale am 9. Juli in Berlin unterstützen.

Das 23-köpfige Aufgebot der Franzosen: 

Tor: Fabien Barthez (Olympique Marseille), Grégory Coupet (Olympique Lyon), Mickaël Landreau (FC Nantes)

Abwehr: Eric Abidal (Olympique Lyon), Jean-Alain Boumsong (Newcastle United), Pascal Chimbonda (FC Wigan), William Gallas (FC Chelsea), Gaël Givet (AS Monaco), Willy Sagnol (Bayern München), Mikaël Silvestre (Manchester United), Lilian Thuram (Juventus Turin)

Mittelfeld: Vikash Dhorasoo (Paris Saint-Germain) Alou Diarra (RC Lens), Claude Makelele (FC Chelsea), Florent Malouda (Olympique Lyon), Patrick Vieira (Juventus Turin), Zinédine Zidane (Real Madrid)

Angriff: Djibril Cissé (FC Liverpool), Thierry Henry (FC Arsenal), Franck Ribéry (Olympique Marseille), Louis Saha (Manchester United), David Trezeguet (Juventus Turin), Sylvain Wiltord (Olympique Lyon)

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