| Land: | Argentinien |
| Geburtsdatum: | 5. Februar 1984 |
| Geburtsort: | Buenos Aires |
| Größe: | 1,70 m |
| Gewicht: | 73 kg |
| Verein: | Corinthians Sao Paulo (seit 2005) |
| Vorherige Vereine: | Boca Juniors Buenos Aires (2001-2004) |
| Position: | Angriff |
| Homepage: | www.corinthians.com.br |
In der Heimat ist er längst ein Superstar, in Europa gehört Carlos Tevez für viele Fußball-Fans dagegen immer noch eher in die Kategorie «Geheimtipp». Das liegt vor allem daran, dass der nur 1,70 Meter große «Carlitos» bisher kaum die Gelegenheit hatte, der gesamten Weltöffentlichkeit seine Fußball-Künste zu demonstrieren. Tevez' bisheriger Karriere-Höhepunkt war neben dem Gewinn des Weltpokals mit Boca Juniors Buenos Aires (2003) das Olympia-Turnier 2004 in Athen, als der dribbelstarke und extrem schnelle Stürmer der herausragende Akteur war und Argentinien als Torschützenkönig (8 Treffer) zur Goldmedaille führte.
In den darauf folgenden Monaten wurde Tevez in der Heimat schon als Nachfolger Maradonas gehandelt und in der Fremde von den europäischen Topclubs umgarnt. Doch Tevez entschied sich - auch zum Leidwesen von Bayern-Manager Uli Hoeneß - für einen Verbleib in Südamerika und wechselte zum Jahreswechsel 2004/05 ausgerechnet ins Land des Erzrivalen Brasilien zum Traditionsclub Corinthians Sao Paulo.
Während danach auf dem alten Kontinent, der inzwischen in dessen Landsmann Lionel Messi vom FC Barcelona einen neuen Schwarm gefunden hat, der Wirbel um Tevez nachließ, ist seine Popularität daheim stetig weiter gewachsen. In Sao Paulo avancierte er zum Mannschaftskapitän, gewann mit den Corinthians die Meisterschaft und wurde 2005 zum Fußballer des Jahres des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL gewählt. Der brasilianische Präsident bezeichnete den 22-Jährigen gar als herausragende Symbolfigur für die Völkerverständigung zwischen Argentinien und Brasilien.
Obwohl Tevez für den Kader der Nationalmannschaft als gesetzt gilt, muss er sich innerhalb der «Albicelestes» gegen starke Konkurrenz behaupten. Beim Confederations Cup im vergangenen Sommer kam er nur einmal zum Einsatz. Da ist zum einen Chelsea-Star Hernan Crespo, über den Nationalcoach Pekermann sagt: «er ist der einzige, auf den wir nicht verzichten können», und natürlich Barcas Super-Floh Messi. Die beiden Sturm-Kollegen spielen ohnehin in Europas Topligen, nun werden die Fans auch «Carlitos» auf der WM-Bühne vorspielen sehen. Vielleicht ist das für den kleinen Carlos die große Chance.