| Name: | Gerald Asamoah |
| Verein: | Schalke 04 (seit 1999) |
| Vorherige Vereine: | Hannover 96 (1994 - 1999), BV Werder Hannover(1990 - 1994) |
| Position: | Mittelfeld |
| Geburtsdatum: | 03. Oktober 1978 |
| Geburtsort: | Mompang/Ghana |
| Größe: | 1,80 m |
| Gewicht: | 85 kg |
| Familie: | ledig |
| Homepage: | www.schalke04.de |
Gerald Asamoah gehört mit fast 40 Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft nicht mehr zu den neuen Gesichtern im verjüngten Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann und scheint trotz seiner mäßigen Torquote für den deutschen Angriff unverzichtbar. Denn der bulligste DFB-Akteur besitzt Eigenschaften, die bei einem großen Turnier das Zünglein an der Waage spielen können. Asamoah versteht es, das Feuer im Publikum zu entfachen und das Team bei Laune zu halten. Schalke-Manager Rudi Assauer sagte einmal über seinen Angestellten: «Der steht morgens auf und lacht, der geht abends ins Bett und lacht, den ganzen Tag lacht der, du siehst nur seine weißen Zähne.» Auch deshalb gehört er «auf Schalke» und in der Nationalmannschaft zu den Publikumslieblingen.
Aber natürlich hat der 26-Jährige Vizeweltmeister auch auf dem Spielfeld seine Stärken: Er kann die Bälle in schwierigen Phasen exzellent abschirmen, um der Mannschaft Zeit zu verschaffen und sich neu zu ordnen. Mit seinen schnellen Flügelläufen über die rechte Seite setzt er zudem die gegnerische Abwehr unter Druck und eröffnet seinen Mitspielern Freiräume. Außerdem ist Asamoah ein niemals aufgebender Kämpfer, der läuft und rackert, bis das Spiel zu Ende ist.
Der gebürtige Ghanaer ist der erste Schwarzafrikaner, der das Trikot mit dem Bundesadler trug. Zwar spielten mit Erwin Kostedde und Jimmy Hartwig bereits zwei Spieler dunkler Hautfarbe für Deutschland, doch Asamoah sagte über sich selbst: «Ich bin der Schwärzeste, den wir jemals hatten.» Die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt er vor der Saison 2000/01. Im Oktober 2000 war er für ein Länderspiel Ghanas nominiert worden, hatte aber abgesagt - zum Glück für den DFB. In einem Interview begründete er einmal, warum er sich für die deutsche und nicht für die ghanaische Nationalmannschaft entschied: «Ich denke deutsch, ich lebe deutsch, ich fühle deutsch, und ich träume deutsch.» Seine Eltern gingen nach Deutschland, als der kleine Gerald erst vier Jahre alt war. Der vom Fußball besessene Junge blieb zunächst bei der Großmutter in Accra. Acht Jahre später holten ihn die Eltern nach Hannover nach. Bei Hannover 96 begann Asamoahs Profi-Karriere.
Doch sein Fußball-Traum schien für Asamoah jäh zu platzen, bevor er richtig begonnen hatte: Ein Geburtsfehler am Herzen kostete ihn um ein Haar die Profi-Laufbahn. Im September 1998 brach der damals noch für Hannover 96 spielende Asamoah nach einem 3:0-Sieg gegen St. Pauli im VIP-Raum zusammen. Ärzte rieten ihm sofort aufzuhören. Erst als ein Spezialist aus den USA das Infarkt-Risiko auf unter ein Prozent einstufte, geht es für Asamoah weiter.