| Name: | Kevin Kuranyi |
| Verein: | FC Schalke 04 |
| Vorherige Vereine: | VfB Stuttgart (1997-2005), Sporting San Miguelito (1996-1997), Serrano FC Petropolis (1988-1996) |
| Position: | Angriff |
| Geburtsdatum: | 2. März 1982 |
| Geburtsort: | Rio de Janeiro |
| Größe: | 1,90 m |
| Gewicht: | 80 kg |
| Familie: | ledig |
| Homepage: | www.kevin-kuranyi.de |
Hinter dem großen Hoffnungsträger von einst steht heute ein dickes Fragezeichen. Schafft es Kevin Kuranyi sich bei der WM 2006 von einer enttäuschenden Saison frei zu spielen? Der Bundesliga-Torschützenkönig von 2003 steckte bei seinem Verein FC Schalke 04 lange in der Krise. Zu wenig Treffer, zu wenig Einsatz: Das Selbstvertrauen schien wie weggeblasen. In den UEFA-Cup-Partien gehörte der gebürtige Brasilianer sogar zu den Schwachstellen im Team und machte mit der unbequemen Ersatzbank Bekanntschaft.
In der ersten Saison unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann war der Ex-Stuttgarter noch mit 10 Toren bester Länderspiel-Schütze 2004/05. Zum Einstand des neuen Trainers in Österreich traf Kuranyi drei Mal. In der zweiten Saison von Klinsmann verlor der in Rio de Janeiro geborene Stürmer seine Ausnahmestellung im Angriff. Seit fast einen Jahr läuft Kuranyi in der Nationalelf mittlerweile einem Torerfolg hinterher und bekam auch beim DFB eine Denkpause.
Dabei hätte Kuanyi sich auch für eine andere Landesauswahl entscheiden können. Schließlich verfügt der stets gut frisierte Athlet über drei Staatsbürgerschaften: In Brasilien geboren und teils in Panama aufgewachsen ist er der Sohn eines in Frankreich geborenen deutschen Vaters und einer panamesischen Mutter. Für die Mannschaften Brasiliens und Panamas wäre der Stürmer mit der exzellenten Technik also ebenfalls spielberechtigt gewesen.
Doch selbst im Angesicht einer eventuellen Berufung in die brasilianische «Seleção» folgte Kuranyi dem Ruf des ehemaligen Teamchefs Rudi Völler und debütierte in der DFB-Elf. Und dass, obwohl der 23-Jährige erst im Alter von 14 Jahren von seinem Vater von Brasilien nach Deutschland geschickt worden war. Mit seiner «brasilianischen» Technik im Gepäck hatte er damals beim VfB Stuttgart wegen eines Probetrainings angeklopft. Die Schwaben griffen zu und am ersten Spieltag der Saison 2001/02 feierte er unter Trainer Felix Magath sein Debüt in der Bundesliga. Ein Jahr später avancierte der «junge Wilde» zum Aufsteiger der Saison.