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Die internationalen Top-Spieler der WM: Fernando Torres

09.05.2006, 14:18 Uhr

Spaniens Fernando Torres läuft dem Ball entgegen.
Spaniens Fernando Torres läuft dem Ball entgegen.

Name:Fernando José Torres Sanz
Land: Spanien
Verein: Atlético Madrid
Position: Angriff
Geburtsdatum: 20.3.1984
Geburtsort: Madrid
Größe: 1,86 m
Gewicht: 78 kg
Familie: ledig
Homepage: www.fernando9torres.com

Um seinen Spitznamen zu verstehen, braucht man nur in das Gesicht von «El Niño» (das Kind) zu schauen: Fernando Torres sieht auch mit 22 Jahren noch wie ein heranwachsender Jugendlicher aus, der es faustdick hinter den Ohren hat. Doch beobachtet man sein Spiel von der Tribüne, läuft auf dem Rasen von Atlético Madrid alles andere als ein Grünschnabel herum. Schon heute gehört er zu den großen Vertretern des modernen, eleganten Fußballs. Sein Antritt ist blitzartig, Tore erzielt er beidfüßig oder mit dem Kopf und beim Dribbling besticht er die Fans mit unzähligen Tricks. Die herausragendste Eigenschaft des Ausnahmetalents ist sein unglaublich abgebrühtes Agieren vor dem Tor. Der spanische Chef-Trainer Luis Aragones staunt über die Kreativität, mit der sein Schützling die Bälle ins Netz befördert: «Kein Tor gleicht dem anderen.»

Mit 17 Jahren bekam der aus der eigenen Jugend stammende Torres bei Atlético einen Profi-Vertrag bis 2008. Seine Extraklasse zeigte sich früh: Schon in der Saison 2003/04 wurde der gebürtige Madrilene Torschützenkönig in der ersten spanischen Liga. Während dieser Spielzeit schaffte er auch den Sprung in den A-Kader der Nationalmannschaft. Im April 2004 - gegen Italiens Abwehrbollwerk - schoss er sein erstes Tor für die Iberer. Bei der EM 2004 drückte der jüngste Stürmer, der jemals für eine spanische Auswahl ein Turnier bestritt, noch die Bank. Aber während der Qualifikation für die WM 2006 übernahm Torres dann eine Führungsrolle. Dank zweier Treffer des Stürmers gegen Belgien verteidigten die Spanier den zweiten Platz in ihrer Gruppe, mit dem sie sich für das Entscheidungsspiel gegen die Slowakei qualifizierten. «Ich spürte, dass sich etwas verändert hatte. Für mich begann eine neue Phase in der Nationalmannschaft. Ein Kreis hatte sich geschlossen und ein anderer geöffnet», kommentierte Torres auf seiner Homepage das Ereignis. Seitdem gehört er zur spanischen Stammformation.

Das Herz für den Fußball entdeckte er als Sechsjähriger. Allerdings nicht im Stadion an Papas Hand, sondern vor dem Fernseher. In einer Zeichentrickserie entwickelten sich zwei Freunde von Straßenkickern zu Fußballprofis. Mit diesen Bildern im Kopf entschlossen sich Torres dazu, auch Fußballer zu werden. Fernando hütete zuerst das Tor. Doch ein scharfer Schuss kostete ihn einige Zähne und daraufhin wechselte er auf die Täterseite: In den Sturm. Dieser Position blieb er treu, genau wie seinem Verein.

(Stand: Mai 2006)


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