Costa Ricas Nationaltrainer Alexandre Guimaraes sieht das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft am 9. Juni in München gegen Deutschland als «eine historische Chance» für seine Auswahl.
«Ein Spieler, der zu einer WM geht, will immer die erste Begegnung bestreiten oder das Finale. Wir wissen, dass wir es vor unserer dritten WM-Teilnahme damit gut getroffen haben», sagte er in einem dpa-Gespräch. Das Minimalziel der Mittelamerikaner sei es, die erste Runde zu überstehen.
Beim Vergleich zwischen den beiden Fußball-Schulen bezeichnete Guimaraes die seines Landes als ausgefeilter, mit der besseren Ballbehandlung. «Deutschland spielt einen direkteren Fußball, frontal, schneller», sagte er. Man solle nicht glauben, dass die Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann nicht zu den Besten gehöre: «Sie bleibt ein Kandidat fürs Endspiel. Wenn wir im Spiel gegen Deutschland punkten, wäre das sensationell. Aber es wäre nur eine Anekdote, nicht mehr, wenn wir nicht weiterkommen», meinte der 46-Jährige.
Der gebürtige Brasilianer hofft auf ein ähnliches Erfolgserlebnis wie 1990 als Spieler in Italien, wo er mit dem Außenseiter ins Achtelfinale stürmte. «Nach dem Spiel zwischen Costa Rica und Ecuador wissen wir, welche der beiden Mannschaften wirklich Chancen hat», sagte Guimaraes. Die «Ticos», wie die Einwohner Costa Ricas genannt werden, treffen in ihrer zweiten Begegnung der Gruppe A am 15. Juni in Hamburg auf ihren lateinamerikanischen Konkurrenten. Am 20. Juni geht es in Hannover gegen Polen. WM-Favorit ist für Guimaraes Brasilien, «aber auch England hat eine wichtige Spielergeneration».