Die Nominierung eines vorläufigen Aufgebotes für die Fußball-Weltmeisterschaft hat in Spanien einen Streit zwischen Nationalcoach Luis Aragonés und Trainer Bernd Schuster ausgelöst.
Anlass war die Nichtberücksichtigung des Verteidigers Mariano Pernía von Schusters Team FC Getafe. Schuster zeigte wenig Verständnis dafür, dass sein Schützling nicht berufen wurde. «Pernía ist mit zehn Treffern der torgefährlichste Abwehrspieler», betonte der Deutsche nach Presseberichten vom Wochenende.
Der gebürtige Argentinier, der erst kürzlich die spanische Staatsangehörigkeit erhalten hatte, steht nicht im provisorischen Aufgebot von 27 Spielern, die Aragonés zu einem Lehrgang an diesem Montag einberief. Aus diesem Kader soll das endgültige WM-Aufgebot nominiert werden. Schuster nahm daran Anstoß, dass Asier del Horno vom FC Chelsea London den Vorzug vor seinem Schützling erhielt.
«Das Einzige, was Del Horno in dieser Saison zu Stande gebracht hat, war, dass er Lionel Messi umgehauen hat.» Damit bezog sich Schuster auf ein Foul an dem Stürmer des FC Barcelona, das dem Basken in der Champions League einen Platzverweis eingebracht hatte. Aragonés rechtfertigte seine Entscheidung mit der Länderspiel- Karriere Del Hornos: «Ich muss die Spieler respektieren, die seit längerem in der Nationalelf dabei sind.»