Englands Fußball-Nationalcoach Sven Göran Eriksson hat angekündigt, seinen verletzten Stürmerstar Wayne Rooney auch dann zur WM nach Deutschland mitzunehmen, wenn dieser erst zum Endspiel fit werden sollte.
«Warum ich das mache? Um das Finale zu gewinnen», sagte der 57 Jahre alte Schwede. Und erklärte: «Wir reden über Wayne Rooney. Auf den verzichtet man nur, wenn es hundertprozentig sicher ist (dass er nicht spielen kann).» Der englische Mannschaftsarzt Leif Sward wollte sich in Manchester selbst ein Bild von Rooneys Gesundheitszustand machen.
«Wenn wir der Meinung sind, dass er irgendwann während des Turniers eingesetzt werden kann, dann ist er sicher im Kader. Warum sollte er es nicht sein?», fragte Eriksson. Zugleich forderte er nach den pessimistischen Kommentaren der Vortage mehr Optimismus ein: «Ich möchte nicht die Worte hören 'definitiv nicht dabei'». Eriksson kündigte an, er werde Rooney in das vorläufige WM-Aufgebot berufen. Der 20-Jährige solle seine Verletzung in Manchester kurieren und erst dann zum Nationalteam stoßen, wenn er mittrainieren kann.
Rooney hatte sich mehrere Knochen im rechten Fuß gebrochen - er fällt mindestens sechs Wochen aus. Sein Vereinstrainer Alex Ferguson von Manchester United hatte eine WM-Teilnahme als «wilden Traum» bezeichnet. Selbst Eriksson betonte, der Profi brauche «ein Wunder», um rechtzeitig fit zu werden. England trifft am 10. Juni in Frankfurt in seinem Auftaktmatch auf Paraguay.