Der Iran hat nach Angaben des bayerischen Innenministers Günther Beckstein (CSU) Sorge vor Anschlägen auf seine Fußball-Mannschaft bei der WM in Deutschland.
«Darauf wurde Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble von seinem iranischen Amtskollegen ausdrücklich hingewiesen», sagte Beckstein der Tageszeitung «Die Welt». Die bekannteste Gruppe der iranischen Opposition, die Volksmudschahedin, stehe auf der EU-Terrorliste. «Ein nicht von vorneherein auszuschließendes Szenario ist, dass unter Umständen iranische Stellen etwas anstellen, um es den Volksmudschahedin in die Schuhe zu schieben und sie international zu diskreditieren», sagte Beckstein.
Sicherheitsprobleme werden laut Beckstein auch bei einem möglichen Besuch des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad erwartet. «Für mich ist der iranische Präsident kein erwünschter Gast. Er hat mehrfach den Holocaust geleugnet. Das ist in Deutschland eine Straftat», sagte Beckstein. Falls der iranische Präsident einreise, müsse er geschützt werden, damit ihm nichts passiert. «Ich gehe davon aus, dass es dann zu Demonstrationen kommt», so Beckstein. Visa für Fußballfans aus dem Iran sollten äußerst sorgfältig geprüft werden. Beckstein zufolge will der islamistische Terror nicht nur Opfer als solche treffen, sondern zusätzlich vor allem Öffentlichkeitswirksamkeit: «Von daher gibt es kaum ein besseres Ziel als die WM, wo bei einem Spiel Milliarden Menschen rund um den Globus zuschauen.»