Rooneys Verletzung schlimmer als angenommen
London (dpa) - 03.05.2006, 13:38 Uhr
Wayne Rooney von Manchester United geht nach einem Zweikampf zu Boden.
Die Verletzung von Englands Stürmerstar Wayne Rooney ist angeblich schlimmer als bislang angenommen. Wie die Boulevardzeitung «The Sun» berichtete, hat sich der 20 Jahre alte Angreifer mehrere Knochen im rechten Fuß gebrochen. Eine Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland sei damit ausgeschlossen. Das hätten neue Untersuchungen im Whalley Range Hospital in Manchester ergeben, wo Rooneys Fuß erneut geröntgt worden war. Die Untersuchungsergebnisse sollten noch offiziell bekannt gegeben werden. «Bislang hatten wir angenommen, dass er sich einen Metatarsal-Knochen gebrochen hat. Die Röntgenaufnahmen zeigen weitere Brüche», zitiert die Zeitung eine «Quelle aus dem Krankenhaus». Rooney werde auf jeden Fall länger als sechs Wochen ausfallen. «Es wird alleine drei bis vier Wochen dauern, bis die Verletzung überhaupt erst zu heilen beginnt. Das ist niederschmetternd für Rooney und all die Fans.»
Der Stürmer von Manchester United hatte sich die Verletzung am Wochenende bei der 0:3-Niederlage bei Chelsea London zugezogen. Zunächst war eine Pause von «mindestens sechs Wochen» prognostiziert worden. England bestreitet am 10. Juni in Frankfurt gegen Paraguay sein erstes WM-Spiel. Nationaltrainer Sven Göran Eriksson hatte angekündigt, er wolle Rooney auf jeden Fall mit zur WM zu nehmen, falls es eine Möglichkeit gebe, dass er während des Turnierverlaufs fit wird. «Er ist extrem wichtig für uns», meinte der Schwede. Vereinstrainer Alex Ferguson hatte einen WM-Einsatz von Rooney hingegen als «wilden Traum» bezeichnet. «Er kann erst in sechs Wochen anfangen zu trainieren», sagte Ferguson. «Dann bleiben nur noch zwei Wochen bis zum Viertelfinale. Kein Spieler wird bis dahin fit. Das ist unmöglich.» Rooney gab bereits sein erstes Interview nach der Verletzung. «Ich bin am Boden zerstört, es ist wirklich grausam», sagte er Manchesters clubeigenem Fernsehsender MUTV. Zu seinen WM- Chancen wollte er sich nicht äußern: «Ich werde mich jeden Tag behandeln lassen und alles versuchen.»
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