Streit um Rooney: Ferguson attackiert Eriksson
London (dpa) - 02.05.2006, 19:07 Uhr
Sir Alex Ferguson schließt die WM-Teilnahme von Wayne Rooney aus.
Die schwere Verletzung von Wayne Rooney hat einen heftigen Streit zwischen seinem Clubtrainer Alex Ferguson und Englands Nationalcoach Sven Göran Eriksson ausgelöst. Es sei «ein wilder Traum», zu glauben, Rooney könne bei der WM noch eingesetzt werden, sagte Ferguson dem Fernsehsender Sky Sport. Derweil versucht der 20 Jahre alte Stürmerstar von Manchester United mit Hilfe eines Sauerstoffzelts doch noch rechtzeitig fit zu werden. Rooney hatte sich den rechten Mittelfuß gebrochen. «Er kann erst in sechs Wochen anfangen zu trainieren», sagte ein sichtlich aufgebrachter Ferguson. «Dann bleiben nur noch zwei Wochen bis zum Viertelfinale. Kein Spieler wird bis dahin fit. Das ist unmöglich.» Besonders geärgert hat den «ManU»-Coach Erikssons Ankündigung, Rooney auch verletzt mit zur WM nehmen zu wollen: «Das zu sagen ist etwas, was wir nicht wollten.»
Rooney («Ich bin am Boden zerstört, es ist wirklich grausam.») unterzog sich weiteren Untersuchungen, die genaueren Aufschluss über das Ausmaß seiner Verletzung geben sollten. Trotz der fast aussichtslosen Situation will er «alles tun, um so schnell wie möglich fit zu werden und doch noch bei der WM mitspielen zu können». «Ich werde mich jeden Tag behandeln lassen und alles versuchen», sagte Rooney dem Clubsender Manchester United TV im ersten Interview seit seiner Verletzung. «Ich bin bei United in guten Händen und ich weiß, dass die Ärzte und das Physio-Team alles tun werden, um mir die bestmögliche Chance zu geben.» Eriksson will seinen enorm wichtigen Spieler auf jeden Fall mit nach Deutschland nehmen. «Auch wenn die Chancen gering sind, muss ich ihm die Möglichkeit einräumen, fit zu werden. Er ist extrem wichtig für uns», sagte der Schwede. «Wenn es irgendeine Chance gibt, dass er während der WM fit wird, dann werden wir sie nutzen.» |