WM: Eriksson will Rooney auch verletzt mitnehmen
London (dpa) - 01.05.2006, 12:27 Uhr
Wayne Rooney posiert im März neben dem WM-Pokal.
Englands Nationaltrainer Sven Göran Eriksson will Wayne Rooney auch verletzt mit zur Fußball-WM nehmen - in der Hoffnung, dass der Stürmerstar im Turnierverlauf eingesetzt werden kann. «Auch wenn die Chancen gering sind, muss ich ihm die Möglichkeit einräumen, fit zu werden. Er ist extrem wichtig für uns», sagte Eriksson der Tageszeitung «The Sun». Der 20-Jährige fällt wegen eines Bruchs im rechten Mittelfuß mindestens sechs Wochen aus. Fraglich ist die WM-Teilnahme von Sturmpartner Michael Owen, der nur nominiert wird, wenn er hundertprozentig gesund ist. Owen hatte bei seinem Comeback über Schmerzen im Fuß geklagt. «Wir reden über Wayne Rooney - einen der besten Spieler der Welt. Wenn es irgendeine Chance gibt, dass er während der WM fit wird, dann werden wir sie nutzen. Vielleicht kann er im weiteren Turnierverlauf noch spielen», sagte Eriksson. Da der Schwede aber nicht zwei angeschlagene Stürmer mit zur WM nehmen möchte, rennt Owen die Zeit davon. «Ich habe Michael gesagt, dass er - selbst wenn Rooney okay ist - komplett gesund sein muss.»
Die großen Boulevardzeitungen in England forderten ihre Leser auf, für Rooney zu beten. «Ihr könnt so mithelfen, Wayne wieder auf die Beine zu bringen», schrieb der «Daily Star». Auch Liverpools Mittelfeldspieler Steven Gerrard hofft auf Hilfe von oben: «Jeder sollte jetzt Daumen drücken und beten, dass Wayne fit wird und zur WM kann», sagte Gerrard, der zugab: «Es wäre ein Desaster für England, wenn wir ohne Rooney zur WM fahren müssten.» Am 10. Juni bestreiten die «Three Lions» in Frankfurt gegen Paraguay ihr erstes WM-Spiel. Rooneys Verletzung weckt Erinnerungen an David Beckham, der sich vor der WM 2002 in Südkorea und Japan den Mittelfuß gebrochen hatte. Damals nahm die gesamte Nation Anteil an seiner «Wunderheilung» nach Behandlung im Sauerstoffzelt und öffentlicher Genesungswünsche von Königin Elizabeth II. und Premierminister Tony Blair. Beckham konnte nach knapp zwei Monaten wieder spielen - bis heute schaffte kein Fußballer eine schnellere Genesung nach solch einer Verletzung. |