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Verwirrung um Eriksson-Nachfolge

London (dpa) - 25.04.2006, 15:53 Uhr

Der Vertrag von Sven Göran Eriksson wird nach der WM vorzeitig aufgelöst.
Der Vertrag von Sven Göran Eriksson wird nach der WM vorzeitig aufgelöst.

Die Suche nach einem neuen Trainer für die Fußball-Nationalmannschaft sorgt in England für immer größere Verwirrung. Trotz seines Dementis soll der portugiesische Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari erster Anwärter auf die Nachfolge des Schweden Sven-Göran Eriksson sein.

Die Tageszeitung «Independent» beruft sich in ihrer Meldung auf Verbandsquellen. Die Vereinigung der englischen Clubmanager (LMA) sprach sich unterdessen gegen einen ausländischen Nationalcoach aus. Scolari soll in diesem Monat mit Genehmigung des portugiesischen Verbandes bereits Verhandlungen mit dem englischen Verband (FA) geführt haben. In den nächsten Tagen soll ein weiteres Gespräch mit dem brasilianischen Weltmeistercoach von 2002 geführt werden. Womöglich noch bis Ende dieser Woche will die FA ihre Entscheidung bekannt geben.

Amtsinhaber Eriksson hatte sich nach dem Bekanntwerden der «Scheichaffäre» mit dem Verband auf eine vorzeitige Auflösung des bis 2008 laufenden Vertrags geeinigt. Der Schwede ist angeblich am Nationaltrainerjob in Südafrika interessiert. Außerdem soll er bei Real Madrid im Gespräch sein.

Scolari hatte Zeitungsberichte dementiert, nach einem Treffen mit dem Verband sei die Wahl auf ihn gefallen. «Ich hatte kein Gespräch. Ich bin Trainer von Portugal, und ich denke und spreche bis zum letzten Tag der WM nur über Portugal», sagte er dem Rundfunksender BBC Radio Five. Portugals Verbandssprecher Alfonso de Melo betonte: «Scolari wird erst nach der Weltmeisterschaft eine Entscheidung über seine Zukunft treffen. Er hat einen Vertrag mit uns, und den wird er nicht brechen.»

Der Verband der Premier-League-Manager sprach sich unterdessen erneut gegen einen ausländischen Coach aus. «Im Interesse der Entwicklung und Förderung von Trainern und Management in unserem Land bevorzugen wir einen englischen Trainer für die Nationalmannschaft», erklärte LMA-Chef John Barnwell. Von den drei englischen Kandidaten Steve McLaren (Middlesbrough), Alan Curbishley (Charlton) und Sam Allardyce (Bolton) gilt McLaren bei Umfragen und auf dem Wettmarkt als Favorit.


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