Buenos Aires (dpa) - Der frühere argentinische Fußballstar Diego Maradona könnte im Falle einer WM-Niederlage seines Landes neuer Trainer der Nationalmannschaft werden.
«Wenn (José) Pekerman den Titel holt, dann bleibt er natürlich», sagte Maradona in Buenos Aires über den jetzigen Nationaltrainer. Im Falle einer Niederlage aber werde er mit dem Präsidenten des Nationalverbandes AFA, Julio Grondona, «entscheiden, was zu tun ist». Auf jeden Fall könne er sich vorstellen, nach der WM zur Nationalelf zu gehen, fügte Maradona hinzu.
Grondona habe ihn ja schon vor einigen Monaten holen wollen, aber da habe er wegen anderer Verpflichtungen absagen müssen, betonte der «Goldjunge» von 1986. Außerdem habe er Platz für Pekerman lassen wollen, denn der habe ja die Qualifikation für die WM geschafft. Zur WM werde er nach Deutschland kommen, sagte Maradona weiter. Er ließ aber offen, ob er als Kommentator für einen Fernsehsender arbeiten werde.
Über die WM-Chancen der argentinischen Nationalelf sagte Maradona, die Erfahrungen mit der letzten WM, bei der Argentinien früh ausschied, «sollten uns eine Lehre sein». Vor allem Brasilien macht ihm Sorgen. «Aber es wird nicht einfach. Wir müssen es mit dem allmächtigen Brasilien aufnehmen.» Dessen Verteidigung sei zwar schwach, aber das Mittelfeld und der Sturm dafür umso «schrecklicher». Seiner Ansicht nach müsse der Nachwuchsstar von Independiente Buenos Aires, Sergio Aguero, unbedingt mit zur WM. An Aguero ist auch Bayern München interessiert.