Die Krise bei Deutschlands WM-Gruppengegner Ecuador hat sich weiter verschärft. Ex-Nationalmannschafts-Koordinator Vinicio Luna muss nicht nur weiter in Haft bleiben. Ihm ist nun auch noch das Visum für die USA entzogen worden.
Luna wird vorgeworfen, er habe zwei Maurer als angebliche Mitglieder des ecuadorianischen Fußball-Teams illegal in die USA einschleusen wollen. Dafür soll er umgerechnet zwischen 7800 und 11 000 Euro kassiert haben. Als Tatverdächtiger könne ihm eine Freilassung gegen Kaution und die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht gewährt werden, berichteten örtliche Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden. Gegen den Haftbefehl haben Lunas Rechtsanwälte inzwischen Beschwerde eingelegt.
Der Ex-Militär, der wegen des Verdachts des Menschenhandels damit rechnen muss, die Fußball-Weltmeisterschaft hinter Gittern zu erleben, gilt weiter als Hauptverdächtiger in dem Skandal der den ecuadorianischen Verband schwer getroffen hat. Luna soll am 17. März zur Vorbereitung einer Länderspiel-Reise beim Konsulat der USA in Quito Visaanträge für einen Spieler und einen Vereinsfunktionär eingereicht haben, die offiziell nicht zum Stab des Nationalteams gehören. Die US-Vertretung informierte umgehend die ecuadorianischen Behörden, die daraufhin die beiden Verdächtigen und am 20. März auch Luna festnahmen.