Schäuble: Deutschland gegen Nazi-Umtriebe gewappnet
Heiligendamm (dpa) - 23.03.2006, 13:56 Uhr
Innenminister Wolfgang Schäuble sieht Deutschland gewappnet.
Deutschland sieht sich nach den Worten von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gewappnet gegen mögliche neonazistische Umtriebe bei der Fußball-WM. «Wir nehmen das sehr ernst», sagte der Minister am Rand einer EU- Innenministertagung im Ostseebad Heiligendamm zu italienischen Medienberichten über angebliche Neonazi-Pläne für Aktionen zur WM. Störer und Kriminelle würden auf «gut vorbereitete Sicherheitsteams» in Deutschland stoßen, die mögliche Umtriebe verhindern könnten. Schäubles britischer Amtskollege Charles Clarke sagte: «Die Fußball-WM sollte nicht belastet werden durch Bezüge zur Vergangenheit.» Alle Fans müssten sich an die deutschen Gesetze halten. Schäuble und Clarke lobte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Polizeikräfte und Fußballorganisationen vor der WM unter anderem bei der Kontrolle der Fans.
Nach Ansicht des deutschen Innenministers bietet die WM auch willkommenen Anlass für einen verstärkten Kampf gegen Zwangsprostitution. Die Öffentlichkeit solle «auf die besonders verwerfliche Form von Menschenhandel, Schleusertum und Kriminalität» hingewiesen werden, sagte Schäuble. Der Innenminister brachte erneut einen alten Unionsvorstoß ins Gespräch, stärker gegen die Kunden von Zwangsprostituierten vorzugehen. Er zeigte sich «sehr zuversichtlich», diesen Bereich «besser zu regeln».
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