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Einzelkritik zum Spiel Italien - Deutschland

01.03.2006, 23:34 Uhr

Tim Borowski, Christoph Metzelder und Robert Huth (l-r) diskutieren nach dem Abpfiff.
Tim Borowski, Christoph Metzelder und Robert Huth (l-r) diskutieren nach dem Abpfiff.

Lehmann: Kahns Ausfall sollte seine Chance im Torwart-Duell sein. Doch der Herausforderer war der ärmste Hund: Verhinderte sogar noch Schlimmeres gegen Camoranesi (33.). An dem Debakel schuldlos.

Friedrich: Im Nationaltrikot wie im Hertha-Dress: Seine Krise im Verein setzte sich nahtlos fort. Konstant am unteren Leistungsniveau.

Mertesacker: 45 Minuten waren genug für den jungen Abwehrchef. Gegen die Top-Stürmer Toni und Gilardino war der Hannoveraner überfordert.

Huth: Ein Vollzeiteinsatz des Chelsea-Reservisten, der den rausgeworfenen Wörns in seiner Klinsmann-Kritik bestärken dürfte. Die beste Aktion hatte er bezeichnender Weise vorn mit Wut beim Ehrentor.

Lahm: Verkorkste Rückkehr nach 14 Monaten. Camoranesi war nicht nur beim Kopfballduell vor dem 3:0 zwei Nummern zu groß für den Münchner.


Frings: Bei Bremen top, im Nationalteam ein Flop: Räumte nicht vor der Abwehr energisch auf, sondern ließ Del Piero & Co. gewähren.

Deisler: Leitete das Debakel mit Ballverlusten wie vor dem 2:0 mit ein. Seinen Linksschuss hielt Buffon, ansonsten gelang ihm nichts.

Ballack: Der Kapitän ging mit unter: Bei Bayern von Top-Ausländern umgeben und stark. Mit den Landsleuten lief auch bei ihm nichts.

Schneider: Auch der technisch so beschlagene Leverkusener leistete sich schlimme Ballverluste. Vergab auch noch die beste Torchance.

Klose: Tore schießt der beste Bundesliga-Schütze nur im Verein. Keine Chance auf den ersten Länderspiel-Treffer seit Dezember 2004.

Podolski: 45 Minuten durfte der Youngster sein Kölner Formtief auch in der Nationalelf zur Schau stellen. Erlöst durch Auswechslung.

Metzelder: Der Dortmunder Edelreservist kam zur Pause, aber auch mit ihm ging das Abwehrdebakel weiter. Ohne Spielpraxis keine Sicherheit.

Asamoah: Nach der Pause stürmte der Schalker für Podolski, aber bewegen konnte er gegen die italienischen Abwehrspieler auch nichts.

Schweinsteiger: Löste Schneider nach über einer Stunde in linken Mittelfeld ab. Sammelte ein bisschen Spielpraxis - mehr nicht.

Borowski: Ersetzte den schwachen Frings im defensiven Mittelfeld, als schon alles zu spät war. Wenigstens engagierter als sein Vorgänger.

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