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Japan spielt 2:2 gegen Bosnien-Herzegowina

Dortmund (dpa) - 28.02.2006, 16:58 Uhr

Naohiro Takahara (M) wird von Zlatan Bajramovic (l) und Vladan Grujic gestoppt.
Naohiro Takahara (M) wird von Zlatan Bajramovic (l) und Vladan Grujic gestoppt.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland hat fast genau 100 Tage vor der Eröffnung am 9. Juni den ersten internationalen Testlauf bestanden. In Dortmund trennte sich WM-Teilnehmer Japan von Bosnien-Herzegowina mit 2:2 (1:0).

«Wir werden in diesem Stadion bestimmt eine gute Atmosphäre haben. Ich freue mich auf die WM in Deutschland», sagte Japans brasilianischer Trainer Zico, dessen Team in Dortmund am 22. Juni ein Vorrundenspiel gegen Titelverteidiger Brasilien bestreitet.

Gegen die Bosnier war die Stimmung unter den rund 8000 Zuschauern im Signal Iduna Park bei Schneetreiben und empfindlicher Kälte allerdings noch wenig WM-reif, zumal die Leistungen beider Teams erst in der zweiten Spielhälfte besser wurden. Naohiro Takahara vom Bundesliga-Dritten Hamburger SV (45.) brachte Japan in Führung. Ein Foul an Takaharas HSV-Kollegen Sergej Barbarez ermöglichte Zvejzdan Misimovic (VfL Bochum) mit einem Foulelfmeter das 1:1 (56.). Emir Spahic brachte dann die Bosnier in Front (67.), ehe Japans Star Hidetoshi Nakata von den Bolton Wanderers (90.+4) in der Nachspielzeit mit einem herrlichen Kopfballtor das 2:2 gelang.

«Das war noch nicht das Beste, was wir können. Aber das 2:2 zeigt, dass meine Mannschaft es versteht, bis zum Schluss alles zu geben», kommentierte der ehemalige Weltstar Zico das Remis. In Zicos Aufgebot standen acht in Europa beschäftigte Profis. Bei Bosnien-Herzegowina, das in der WM-Qualifikation als Gruppen-Dritter hinter Serbien-Montenegro und Spanien ausgeschieden war, bot Chefcoach Blaz Sliskovic außer Barbarez und Misimovic aus der Bundesliga auch Zlatan Bajramovic vom FC Schalke 04 auf.

Die Japaner werden während der WM ihr Hauptquartier in Bonn beziehen. Dort hatten sich die Asiaten mit einem Kader von 24 Spielern auch auf die Partie gegen Bosnien-Herzegowina vorbereitet. «Es ist wichtig, dass wir uns auf viele äußere Umstände frühzeitig einstellen. Deswegen war dieser Test auch sehr wertvoll», sagte Zico.

Beruhigend für die Organisatoren war das rasche Eingreifen der Ordnungskräfte, die in wenigen Minuten handgreifliche Auseinandersetzungen im Block der Fans aus Bosnien-Herzegowina beendeten. Insgesamt finden im Dortmunder WM-Stadion sechs WM-Begegnungen statt, darunter am 14. Juni das Vorrundenspiel von Gastgeber Deutschland gegen Polen. Am 4. Juli wird in der Heimspielstätte des Bundesligisten Borussia Dortmund ein Halbfinale ausgetragen.


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