Die Straße der Menschenrechte, der Internationale Menschenrechtspreis und das Dokumentationszentrum auf dem Reichsparteitagsgelände sind Beleg für den offensiven Umgang der Nürnberger mit ihrer jüngsten Vergangenheit. Bei der WM soll zudem ein neues Informationssystem den Besuchern auf dem Weg zum Stadion Grundlagen zur Geschichte des historischen Areals vermitteln. Im weitläufigen Volkspark Dutzendteich, der mit seinen Wiesen und Badeseen Raum für Erholung und Freizeitsport bietet, sorgen während der WM Videowände, Präsentationen von Sponsoren, internationale Gastronomie und fränkische Spezialitäten für Abwechslung. «Feiern wie die Weltmeister» ist das Motto der Nürnberger für die WM. «Das Weltereignis soll zu einem einzigartigen Fest für die Bürger und die internationalen Gäste werden», betont Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD). Schon vier Wochen vor dem ersten Spiel soll bei einer langen Kulturnacht - passend zur WM als «Blaue Ball-Nacht» betitelt - eine Ball-Lawine von der Burg zum Bahnhof rollen und mehr als 130 000 Besucher «mit in den Fußball-Strudel reißen». Für den Ansturm zehntausender Fußball-Fans ist Nürnberg auch verkehrstechnisch gerüstet. Ein dynamisches Verkehrsleitsystem soll für eine staufreie An- und Abfahrt und eine stresslose Parkplatzsuche sorgen. Rechtzeitig zum ersten WM-Spiel will die Deutsche Bahn einen Shuttle-Betrieb auf der ICE-Neubaustrecke Nürnberg-München einrichten. Bis zum Frühjahr 2006 soll auch der neue Bahnhof Franken-Stadion fertig gestellt werden.
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