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Polen: Die «Wasserschlacht von Frankfurt»

Leipzig (dpa) - 10.12.2005, 01:11 Uhr

Franz Beckenbauer (r) dribbelt gegen den Polen Jan Domarski.
Franz Beckenbauer (r) dribbelt gegen den Polen Jan Domarski.

32 Jahre nach der legendären «Wasserschlacht von Frankfurt» kommt es zu einem erneuten WM-Duell zwischen Deutschland und Polen.

Die Bilder des 3. Juli 1974, als die Elf von Bundestrainer Helmut Schön durch einen Treffer von «Bomber» Gerd Müller mühevoll mit 1:0 gewann und damit ins gewonnene Finale gegen die Niederlande einzog, sind unvergessen. Ein Wolkenbruch vor Spielbeginn hatte den Rasen im Waldstadion in eine Seenlandschaft verwandelt, ein Fußballspiel erschien unmöglich.

Das damalige Team um WM-Torschützenkönig Grzegorz Lato (7 Treffer) gilt in Polen bis heute als das beste Team, das das Land bisher hervorgebracht hat. Im Spiel um Platz drei besiegte es den entthronten Weltmeister Brasilien und sorgte damit für die beste polnische WM-Platzierung, die 1982 in Spanien noch einmal wiederholt werden konnte. Danach ging es aber bergab.

Das deutsche Nachbarland hat sich zum siebten Mal für eine WM-Endrunde qualifiziert. Als einer der beiden punktbesten Gruppenzweiten löste das Team von Auswahltrainer Pawel Janas auf direktem Weg das Ticket nach Deutschland. Von zehn Gruppenspielen gewannen die Polen acht. Nur zwei gingen verloren - jeweils gegen England. Ziel wird es sein, in Deutschland nicht wie 2002 in Japan und Südkorea schon in der Vorrunde auf der Strecke zu bleiben.

Polen schickt eine konkurrenzfähige Mannschaft nach Deutschland - mit einem starken Angriff und einer nicht immer sattelfesten Abwehr. Torhüter Jerzy Dudek von Champions-League-Sieger FC Liverpool ist der bekannteste Akteur. Aus der Bundesliga zählen Stürmer Ebi Smolarek von Borussia Dortmund und Mittelfeld-Akteur Jacek Krzynowek (Bayer Leverkusen) zu sicheren WM-Teilnehmern. Allerdings ist Trainer Janas bekannt für ungewöhnliche personelle Maßnahmen. So ignorierte er lange Zeit in der WM-Qualifikation Stürmer Tomasz Frankowski von Wisla Krakau, bis der nach seiner Berufung sieben Tore erzielte.

Deutsche Bilanz: 10 Siege - 4 Remis - 0 Niederlagen; 26:7 Tore


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