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Costa Rica: Ein Fall für Chefscout Siegenthaler

Leipzig (dpa) - 10.12.2005, 01:22 Uhr

Die Nationalmannschaft von Costa Rica vor einem Länderspiel.
Die Nationalmannschaft von Costa Rica vor einem Länderspiel.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird wohl erst einmal seinen Chefscout Urs Siegenthaler auf Costa Rica ansetzen. Die Mittelamerikaner nehmen zwar zum dritten Mal an einer WM-Endrunde teil, aber für die deutschen Fußballer sind die «Ticos» Neuland.

Das Aufeinandertreffen in der Vorrunde ist das erste Länderspiel der beiden Nationen. 1990 kam Costa Rica beim WM-Debüt in Italien überraschend ins Achtelfinale. Vor vier Jahren in Japan und Südkorea war dagegen bereits nach der Vorrunde das Turnier vorbei.

Schottische und Schweizer Fans dürften noch heute mit Schrecken an die Explosivität eines Hernán Medford und die Paraden eines Luis Gabelo Conejo 1990 in Italien denken. Diese beiden Volkshelden Costa Ricas sorgten dafür, dass das kleine mittelamerikanische Land ins Achtelfinale des Turniers vorstieß und dabei die wesentlich stärker eingeschätzten europäischen Rivalen hinter sich ließ. In Asien gelang 2002 dieses Husarenstück nicht noch einmal, obwohl die Costa Ricaner auch dort spektakulären Fußball spielten. Man unterlag nur dem späteren Weltmeister Brasilien und verpasste wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber der Türkei das Weiterkommen ins Achtelfinale.

Schon 2002 war Alexandre Guimaraes der Trainer. Trotz der mühsamen Qualifikation sollte man Costa Rica im WM-Turnier 2006 keinesfalls außer Acht lassen. Die «Ticos» verfügen über eine Mannschaft, die sich durchaus mit der früherer Turniere vergleichen lässt und ebenso gewillt ist, in Deutschland für eine Überraschung zu sorgen.

In der Defensive ragt Abwehrchef Gilberto Martínez heraus. Hinzu kommt im Mittelfeld die Kampfkraft eines Walter Centeno. Besondere Hoffnungen ruhen jedoch auf der Torgefährlichkeit des großen Stars der Mannschaft, Paulo Wanchope. Für den 29-Jährigen in Katar spielenden Angreifer wird es die letzte Weltmeisterschaft sein. Er wird entschlossen sein, mit ähnlich starken Leistungen wie die Spieler von 1990 in Italien seinen Abschied zu nehmen.

Deutsche Bilanz: Noch kein Spiel


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