| Gründungsdatum | 6. Juni 1894 als KFC Phoenix | | Anschrift | Adenauerring 17 | | 76131 Karlsruhe | | Stadion | Wildparkstadion (29 699 Plätze) | | Vereinsfarben | blau-weiß | | Vereinspräsident | Paul Metzger | | Cheftrainer | Markus Schupp (seit 3. September 2009) | | Mitglieder | 5 100 | | Größte Erfolge | | Deutscher Meister | 1909 (als SC Phönix Karlsruhe) | | DFB-Pokal | 1955, 1956 | | Internet | www.ksc.de |
Beim Karlsruher SC ging es bereits vor dem 1. Spieltag drunter und drüber. Das Präsidium holte einen Spieler, den der Trainer nicht wollte, der Coach stand schon vor Saisonbeginn in der Kritik, und der KSC-Präsident überraschte auch noch mit einer Fast-Insolvenz - Sportliches hatte bei den Badenern in der Vorbereitung kaum Priorität. Die finanzielle Situation des KSC war offensichtlich dramatischer als bisher angenommen. «Zum Zeitpunkt der Antragstellung für die neue Lizenz waren wir eigentlich insolvent. Trotz der 308 000 Euro schwarzen Zahlen, die im letzten Jahr geschrieben wurden», beichtete KSC-Präsident Paul Metzger. Nur intensive Gespräche mit den «Hausbanken» hätten das vorzeitige Aus des Traditionsclubs nach KSC-Angaben noch abgewendet. Das chaotische Bild des KSC rundete der Machtkampf zwischen dem KSC-Präsidium und Trainer Markus Schupp ab. KSC-Sportdirektor Arnold Trentl räumte ein, dass der Neuzugang Michael Rieß (Bayern München II) ohne Wissen und gegen den Willen des Trainers geholt wurde. «Markus Schupp hat sich einen anderen Spieler gewünscht. Wir im Präsidium waren aber eindeutig der Meinung, dass wir in Stefan Rieß einen Spieler bekommen haben, der in unserer Zukunftsplanung eine sehr große Rolle spielen kann», sagte er. Schupp wollte aber anstelle des Mittelfeldspielers Rieß lieber einen Stürmer unter Vertrag nehmen. Bereits Ende 2009 hatte es einen ähnlichen Streit zwischen Schupp und den KSC-Verantwortlichen um die Verpflichtung des türkischen Angreifers Serhat Akin gegeben. Dieses interne Tohuwabohu ging auch nicht spurlos an den KSC-Spielern vorbei. Mit einem offenen Brief stärkten sie ihrem Trainer den Rücken. Darin forderten sie Medien und auch Vereinsverantwortliche dazu auf, eine ihrer Meinung nach betriebene «Hetze gegen Markus Schupp» zu beenden. Personell muss der Tabellen-Zehnte, den in der vergangenen Saison aber lange Abstiegsnöte plagten, die Abgänge von Stammtorhüter Markus Miller, Lars Stindl, Dino Drpic und Marvin Matip verkraften. Nach den Querelen um Neuzugang Reiß, ging die Verpflichtung des Torhüters Luis Robles ohne Probleme über die Bühne - der 26-Jährige wechselte ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern zum den Badenern. (Stand: August 2010)
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