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Cottbus bläst zum Gipfelsturm - Hertha unter Druck

München (dpa) - 20.09.2010, 11:52 Uhr

Die Spieler von Energie Cottbus können momentan häufig jubeln.
Die Spieler von Energie Cottbus können momentan häufig jubeln.

Der beste Saisonstart seit 13 Jahren ist perfekt - jetzt bläst Energie Cottbus zum Gipfelsturm. Mit einem Sieg im Schlagerspiel des 5. Spieltags am Dienstag gegen die SpVgg Greuther Fürth wollen die Lausitzer zumindest vorübergehend die Tabellenführung in der 2. Liga übernehmen.

Cottbus blickt der Partie gegen den Tabellenzweiten aus Franken entspannt entgegen, dagegen steht Hertha BSC nach dem Derby-Warnschuss gegen Union Berlin unter Druck. Allein ein Sieg gegen den Karlsruher SC kann den Ansprüchen des Aufstiegsfavoriten gerecht werden.

Cottbus hat mit drei Siegen und einem Remis den besten Saisonstart seit dem Aufstieg in den Profifußball 1997 hingelegt. Trainer Claus- Dieter Wollitz ist von einer erfolgreichen Zukunft seines Teams um Torjäger Nils Petersen überzeugt. «Die junge Mannschaft ist perspektivisch sehr gut aufgestellt. Um weiter oben zu bleiben, brauchen wir schon noch etwas mehr Stabilität», sagt der Energie- Coach. Mit drei Punkten gegen Fürth sollen sich seine Schützlinge auf das Duell gegen Hertha am 24. September einstimmen.

Energie-Kontrahent Fürth setzt seine Hoffnungen auf einen 19-jährigen Serben. Der vom FC Genua ausgeliehene Danijel Aleksic, der beim 1:0 gegen Frankfurt das Siegtor erzielte, hat offenbar das Zeug dazu, Nachfolger des zum FSV Mainz 05 abgewanderten Sami Allagui zu werden. «Er hat seine Qualitäten im Abschluss angedeutet», urteilt Fürths Trainer Mike Büskens über den Neuzugang. Aleksic, für den Genua vor vier Jahren 2,5 Millionen Euro an dessen Heimatclub Novi Sad überwies, dürfte in Cottbus erneut in der Startelf stehen.

Mit zehn Punkten gehört Hertha BSC zum Führungsquartett der Liga, zufrieden ist bei den Berlinern aber niemand. Nach dem laschen Auftritt beim 1:1 gegen Union redete Trainer Marcus Babbel Tacheles, Torhüter Michael Aerts forderte mehr kämpferischen Einsatz und Kapitän Andre Mijatovic im Heimspiel gegen den KSC schlichtweg eine bessere Leistung: «Mit dem Auftritt wie gegen Union werden wir nicht viele Spiele gewinnen».

Die Partien SC Paderborn gegen Rot-Weiß Oberhausen sowie FSV Frankfurt gegen die noch sieglose Alemannia Aachen vervollständigen den Dienstag-Spieltag der englischen Woche. Am 22. September stehen das Duell der Fehlstarter VfL Bochum und Arminia Bielefeld und das Kellerderby der noch punktlosen Mannschaften des FC Ingolstadt und von Fortuna Düsseldorf im Blickpunkt.


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