Cottbus (dpa) - 31.08.2010, 12:21 Uhr
Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz ist sauer wegen des Wettskandals.
Fußball-Trainer Claus-Dieter Wollitz hat im Wettskandal die DFB-Strafe gegen seinen Ex-Spieler Marcel Schuon als zu gering kritisiert. Der frühere Coach des VfL Osnabrück forderte eine Haftstrafe.
«Das Strafmaß von 33 Monaten ist lächerlich. Das ist ein Betrüger, er hat Leuten eine Illusion weggenommen. Das ist nicht entschuldbar. Er hat auf dem Fußballplatz nichts mehr zu suchen. Solche Spieler gehören für mich ins Gefängnis», sagte Wollitz der Nachrichtenagentur dpa. Osnabrück war mit Wollitz und Schuon vor einem Jahr aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Schuon war wegen seiner Verwicklung in den Wettskandal am Montagabend vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis Ende August 2012 gesperrt worden.
Der VfL Osnabrück plant eine Schadenersatzklage Schuon. «Wir lassen das von unserem Anwalt prüfen», sagte VfL-Präsident Dirk Rasch: «Es geht um den immateriellen Schaden, um den Imageverlust. Wir sind sechs Wochen lang wie Täter behandelt worden, obwohl wir Opfer waren.» Auch Rasch kritisiert das aus seiner Sicht zu milde Urteil des DFB.