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Hertha knackt Fortuna - Cottbus schockt Bielefeld

München (dpa) - 30.08.2010, 22:29 Uhr

Berlins Rob Friend (l) freut sich mit Andre Mijatovic (r) und Roman Hubnik über sein Tor zum 1:0.
Berlins Rob Friend (l) freut sich mit Andre Mijatovic (r) und Roman Hubnik über sein Tor zum 1:0.

Im Montagsspiel des zweiten Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga hat Hertha BSC die Heimserie von Fortuna Düsseldorf geknackt und die eigenen Aufstiegsambitionen untermauert. Der Karlsruher SC kann aufatmen. Arminia Bielefeld steht unter Schock.

Der Absteiger aus Berlin gewann bei den zuvor mehr als 16 Monate zu Hause unbesiegten Rheinländern mit 2:1 (2:0) und etablierte sich mit dem zweiten Saisonsieg in der Spitzengruppe. Die Düsseldorfer hingegen kassierten bereits die zweite Niederlage in der neuen Spielzeit und rangieren in der Abstiegszone.

Vor 30 629 Zuschauern in der Esprit-Arena erzielten Rob Friend (25.) und Valeri Domowtschijski (30.) die Treffer zum verdienten Erfolg für die Gäste. Wellington (81.) traf für die Düsseldorfer. Fortuna-Stürmer Thomas Bröker musste in Nachspielzeit wegen einer Unsportlichkeit mit Gelb-Rot vom Platz. «Ich bin noch etwas außer Puste nach dem Spiel, weil wir einfach von der ersten bis zur letzten Minute schlecht Fußball gespielt haben. Damit bin ich nicht zufrieden», kritisierte Hertha-Trainer Markus Babbel trotz des Auswärtssieges. «Fehler passieren, aber wir haben ängstlich gespielt. Drei Punkte sind da, aber wir müssen uns steigern», forderte der Hertha-Coach.

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat mit einem 3:0 (3:0) gegen Alemannia Aachen den freien Fall gestoppt. Dagegen wartet Arminia Bielefeld nach der 1:2 (0:2)- Heimpleite gegen Energie Cottbus weiter auf den ersten Punkt. KSC-Coach Markus Schupp sitzt wieder fest im Sattel, Trainer-Neuling Christian Ziege muss erneut Lehrgeld zahlen und «Pele» Wollitz feiert mit Energie Cottbus einen Saisonstart nach Maß.

Mit dem 2:1-Sieg bei Arminia Bielefeld und sechs Punkten setzten sich die Lausitzer in der Spitzengruppe der Tabelle fest. Eine erfolgreiche Heimspielpremiere feierten der Karlsruher SC beim souveränen 3:0 gegen Alemannia Aachen und der TSV 1860 München, der sich gegen den noch punktlosen Aufsteiger VfL Osnabrück mit 3:1 (2:1) durchsetzte.


Der MSV Duisburg geht nach dem 4:1 (3:1) gegen den FC Ingolstadt aussichtsreich in die Länderspielpause. Mit ebenfalls sechs Punkten folgen die SpVgg Greuther Fürth (2:1 bei Union Berlin), der FC Augsburg (1:0 gegen Paderborn), Cottbus und nach Hertha FC Erzgebirge Aue auf den Plätzen. Der Klassenneuling hatte mit dem 1:0 gegen Aufstiegsfavorit VfL Bochum für Furore gesorgt.

Sein erstes Heimspiel als Cheftrainer der Arminia hatte sich Christian Ziege sicher anders vorgestellt, nach der zweiten Saisonpleite steht der Ex-Nationalspieler aber nicht zur Diskussion. «Mein Vertrauen hat Ziege. Er arbeitet gut», stellte Bielefelds Präsident Wolfgang Brinkmann klar.

Gegen Cottbus wurden die Gäste klassisch ausgekontert. Mit einem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten ging Energie durch Nils Petersen (43. Minute) und Marco Kurth (45.)in die Halbzeitpause. Franck Guela (69.), dem per Foulelfmeter der Anschlusstreffer für Bielefeld gelang, musste kurz vor Spielende wegen einer Tätlichkeit vorzeitig vom Platz.

In Karlsruhe ist das Krisengerede vorerst verstummt. Nach der 1:4-Auftaktpleite in Fürth feierte der KSC eine überzeugende Heimpremiere gegen eine allerdings maßlos enttäuschende Alemannia. Der Nigerianer Macauley Chrisantus per Doppelpack und Timo Staffeldt stellten den hochverdienten Sieg der Karlsruher sicher. «Der Sieg war wichtig, denn jetzt kehrt wieder Ruhe ein», erklärte Staffeldt.

Einen klassischen Fehlstart verhinderten auch die Münchner «Löwen», die nach dem 2:3 in Bochum die ersten drei Punkte einfuhren. Der doppelt erfolgreiche Serbe Djordje Rakic und Alexander Ludwig erzielten die Tore für die Sechziger. «Das war ein brutal wichtiger Sieg», sagte 1860-Offensivspieler Daniel Bierofka.

Die Duisburger «Zebras» haben bereits einen Lauf. Nach dem 3:1-Auftaktsieg in Osnabrück deklassierten sie Aufsteiger FC Ingolstadt mit 4:1. «Wir haben die Herzen der Fans gewonnen», freute sich MSV-Trainer Milan Sasic über den attraktiven Fußball seiner Mannschaft. Gut in Schwung ist auch Fürth. «Das ist Fußball, wie ich ihn mir wünsche», stellte Trainer Mike Büskens nach dem 2:1 bei Union Berlin fest. FC-Trainer Uwe Neuhaus dagegen war restlos bedient: «Wir haben eines der schlechtesten Heimspiele der letzten drei Jahre geboten».

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