Hertha erwartet 40 000 - Babbel: Sind nicht Bayern
Berlin (dpa) - 19.08.2010, 15:23 Uhr
Herthas Trainer Markus Babbel will gegen Oberhausen den ersten Schritt zurück zur Erstklassigkeit machen.
Alle Trainer sehen Hertha als Nummer 1, kein anderer Verein kann mehr Geld ausgeben - doch Markus Babbel will vom «FC Bayern der 2. Liga» nichts wissen. «Wir sind Hertha BSC und nicht Bayern München», erklärte der neue Chefcoach des Berliner Fußball-Clubs einen Tag vor dem Saisonstart gegen Rot-Weiß Oberhausen. «Ein paar Parallelen» zu seinem ehemaligen Club FC Bayern könne man zwar sehen: «Wir werden auch die Gejagten sein.» Allerdings sei da ein «ganz großer Unterschied», stellte Ex-Nationalspieler Babbel klar: «Die Mannschaft ist abgestiegen und hatte ein brutales Negativ-Erlebnis.» Deshalb hat der Trainer in der Vorbereitung nicht nur hart an der körperlichen Verfassung seines neuen Teams, sondern auch an einer neuen Robustheit gearbeitet. Durchbeißen, nicht gleich aufstecken: «Wie hat Trap so schön gesagt: Es gibt Schmerz und Schmerz-Schmerz», erinnerte Babbel an ein Motto von Kulttrainer Giovanni Trapattoni.
Über 40 000 Zuschauer wollen am 20. August den angestrebten ersten Schritt zurück in die Erstklassigkeit sehen. «Dieser Druck ist doch wesentlich angenehmer als im Vorjahr, als es gegen den Abstieg ging», erklärte Chefcoach Babbel vor dem ersten Zweitliga-Match nach 13 Jahren und 442 Spielen in der Bundesliga. Der Europameister von 1996 muss auf Spielmacher Raffael und weitere vier verletzte Spieler verzichten, will aber endlich wieder einen Heimsieg für die Fans. «Wir haben die große Chance, einen kleinen Schritt zu gehen», sagte Babbel, der nach dem Pokalerfolg beim Regionalligisten Pfullendorf auch auf neue Begeisterung setzt. Der letzte Hertha-«Dreier» im Olympiastadion liegt mehr als ein Jahr zurück. Am 8. August 2009 hatte Berlin Hannover 96 1:0 geschlagen. |