Hamburg (dpa) - 19.07.2010, 14:24 Uhr
Uli Hoeneß (l) will nicht zum Königsmörder von Reinhard Rauball werden.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird nach dpa- Informationen nicht für den Posten als Ligaverbandschef kandidieren. Das erfuhr die Nachrichtenagentur. Hoeneß wollte bei der Abstimmung am 18. August in Berlin ursprünglich gegen Amtsinhaber Reinhard Rauball antreten.
Der «Süddeutschen Zeitung» sagte Hoeneß: «Ich würde in zu viele Interessenskonflikte geraten. Es sind in erster Linie drei Gründe, die mich dazu bewogen haben, keine Bewerbung abzugeben.» Die Familie habe ein Veto eingelegt. Zudem befürchten viele Bayern-Fans, dass Hoeneß in einer Tätigkeit für die gesamte Liga «zu viel FC-Bayern-Know-How» weitergeben könne.
Als dritten Punkt nannte der Vereinschef des FC Bayern München, dass er für einen DFL-Vorsitz seine sozialen Ambitionen für Stiftungen und Wohltätigkeits-Organisationen stark reduzieren müsse, wozu er «nach reiflicher Überlegung» nicht bereit sei.
Nach Informationen der «Bild»-Zeitung teilte Hoeneß seinen Entschluss bereits der DFL und Rauball mit.