Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich plagen nach seinen tollen Leistungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft keine Zukunftssorgen. «Ich gehe davon aus, das Hertha BSC die Option auf eine Weiterbeschäftigung ziehen wird», erklärte der 31-jährige Innenverteidiger gelassen.
«Ich werde schon irgendwo spielen», sagte Friedrich nach dem 4:1-Sieg gegen England in Bloemfontein, wo sich der Berliner wiederum als eine Stütze des deutschen Teams erwies. Hertha BSC hat bis zum 30. Juni die Möglichkeit, den Vertrag mit dem Kapitän für die 2. Liga unter Erstliga-Bedingungen zu verlängern. Allerdings kann sich der Hauptstadt-Club den Spitzenverdiener nach dem Bundesliga-Abstieg praktisch nicht mehr leisten. Friedrich hat acht Jahre für Hertha gespielt, nachdem er 2002 für 1,8 Mio Euro von Arminia Bielefeld nach Berlin gewechselt war.
Seit Wochen ist Friedrichs Berater Jörg Neubauer in Gesprächen mit interessierten Vereinen. «Ich verlasse mich ganz auf meinen Berater, der macht das alles», meinte Friedrich, der bereits seit acht Jahren der Nationalmannschaft angehört. In Südafrika spielt er sein bisher bestes Turnier und empfiehlt sich damit für neue Vereine. Offenbar ist Neubauer derzeit bemüht, im Hintergrund ein Paket zu schnüren, bei dem sowohl Friedrich als auch Hertha sowie der neue Verein profitiert.
Der Nationalspieler wird unter anderem vom Bundesligisten VfL Wolfsburg umworben, bei dem der frühere Hertha-Manager Dieter Hoeneß jetzt der starke Mann ist. Doch schon vor der WM hatte Friedrich dementiert, dass mit dem Ex-Meister alles klar sei. Auch der Hamburger SV und Bayer Leverkusen sollen nach unbestätigten Meldungen an Friedrich interessiert gewesen sein.
Zwar hat Friedrich erstmals auch einen Wechsel ins Ausland nicht ausgeschlossen, bleibt aber dabei: «Die Bundesliga ist die erste Prämisse.» Bereits vor zwei Wochen hatte Friedrich geäußert: «Wir werden ja sehen, wer sich noch bei uns meldet.»