München (dpa) - 25.06.2010, 12:35 Uhr

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Kein Lothar Matthäus und auch kein Marcel Koller - der Fußball-Zweitligist TSV 1860 München hat sich bei der Wahl seines neuen Trainers für die interne Lösung entschieden.
Der vor wenigen Wochen als U23-Coach verpflichtete Reiner Maurer wurde zum Cheftrainer befördert und unterschrieb einen bis 30. Juni 2011 gültigen Einjahres-Vertrag bei den «Löwen». Der 50-Jährige war bereits von Dezember 2004 bis Januar 2006 Cheftrainer beim Traditionsclub und tritt die Nachfolge von Ewald Lienen an, der in der vorigen Woche seinen bis Saisonende 2011 laufenden Vertrag vorzeitig aufgelöst hatte und zu Olympiakos Piräus nach Griechenland wechselte.
Maurer sei nach dem überraschenden Abschied von Lienen «sofort die erste Wahl» gewesen, teilte der Verein mit. Dass sich die Vertragsunterschrift aber noch einige Tage hingezogen habe, hatte laut Geschäftsführer Manfred Stoffers gute Gründe: «Es war unsere Pflicht, den Markt zu sondieren und intensive Gespräche mit geeigneten Kandidaten zu führen. Am Ende fiel die Wahl doch auf Reiner Maurer». Neben Maurer waren auch Rekord-Nationalspieler Matthäus, der Schweizer Koller und der frühere 1860-Trainer Peter Pacult im Gespräch gewesen.
«Reiner Maurer ist ein fleißiger, akribischer Fußballlehrer. Wir sind überzeugt, dass er unsere vielen jungen Spieler weiterentwickeln wird», sagte Sportdirektor Miroslav Stevic, «und wir sind auch überzeugt, dass er aus den gestandenen Profis das Maximum herausholen kann, damit wir gemeinsam eine erfolgreiche Saison spielen».
Maurer nimmt beim Trainingsauftakt am 28. Juni mit der Mannschaft die Vorbereitungen auf die neue Saison auf. Das Trainerteam komplettieren Co-Trainer Alexander Schmidt (ehemaliger U19-Trainer) und Torwart-Trainer Jürgen Wittmann. Der frühere «Löwen»-Spieler Bernhard Winkler wird künftig die U23 trainieren.
Maurer freute sich «über das Vertrauen des Vereins», die Profis ab sofort als Cheftrainer betreuen zu dürfen: «Wichtig ist jetzt, dass wir möglichst schnell eine Einheit werden und topfit in die Saison gehen. Die Spieler sollen so auftreten, dass sich die Fans mit der Mannschaft identifizieren können». Nach seiner ersten Amtszeit als «Löwen»-Trainer war Maurer bei OFI Kreta sowie den griechischen Clubs AO Kavala und FC Rhodos tätig.