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Bielefeld: Glaube an die Rettung wächst

Bielefeld (dpa) - 31.05.2010, 14:40 Uhr

Die Arminia muss der DFL bis zum 2. Juni einen Finanzplan vorlegen.
Die Arminia muss der DFL bis zum 2. Juni einen Finanzplan vorlegen.

Der finanziell angeschlagene Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld glaubt nach positiven Gesprächen am Wochenende wieder fest an die Rettung in letzter Minute.

Die Verantwortlichen äußerten sich zuversichtlich, die zuletzt bestehende Finanzlücke von rund 2,85 Millionen Euro rechtzeitig zu schließen. Mehrere Unternehmen und Sponsoren sollen ihre Bereitschaft erklärt haben, den fehlenden Betrag aufzubringen. «Ich spüre, dass es reichen wird. Ich spüre es immer mehr. Wir müsse es schaffen und wir werden es schaffen», sagte Arminias Aufsichtsrats-Vorsitzender Norbert Leopoldseder nach einem arbeitsreichen Wochenende.

«Wir haben ein deutlich besseres Gefühl als noch am Freitag», bestätigte auch Arminia-Sprecher Marcus Uhlig der Nachrichtenagentur dpa. Bis spätestens 2. Juni (15.30 Uhr) muss der Club, der die Lizenz für die kommende Saison nur unter Bedingungen bekommen hatte, seine Unterlagen bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) einreichen und diese mit einem schlüssigen Finanz-Konzept überzeugen. Insgesamt muss die Arminia gegenüber der DFL einen Finanzmittelzufluss in Höhe von 10,2 Millionen Euro darstellen.

In abschließenden Gesprächen mit potenziellen Geldgebern sind angeblich nur noch letzte Details zu regeln. «Ich bin guter Dinge, dass wir der DFL schon am Dienstag die notwendigen Unterlagen einreichen können», sagte Leopoldseder der «Bild». Auch der designierte Vereinspräsident Wolfgang Brinkmann berichtete von «sehr positiven Gesprächen» mit Wirtschaftsvertretern: «Zwar ist noch nicht alles durch, aber wir sind zuversichtlich.»

Trotz eines Beschlusses des Stadtrats, dem Club einen Kredit über 500 000 Euro zu gewähren, wollen die Ostwestfalen diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Laut Brinkmann leiste man damit einen «Beitrag für den sozialen Frieden in der Stadt», nachdem im Rat heftig über dieses Darlehen gestritten worden war.

Insgesamt fehlten dem Verein 10,2 Millionen Euro, um einen Lizenzentzug abzuwenden. Einen Großteil der Summe hatte der Club durch verschiedene Maßnahmen bereits abgesichert. So lagen bereits Zusagen über drei Millionen Euro aus der Wirtschaft vor, rund zwei Millionen Euro brachte der Verein durch Einsparungen selbst auf. Der Rest kommt dadurch zusammen, dass Sparkasse und das Land Nordrhein- Westfalen ein Jahr lang auf die Bedienung laufender Kredite im Zusammenhang mit dem Stadionbau verzichten.


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