Die Zitterpartie für den Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld geht weiter. Bis zum 2. Juni muss der Verein der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Finanzkonzept vorlegen, um eine Lizenz für die nächste Saison zu bekommen. Die Finanzlücke beträgt 10,2 Millionen Euro.
Man arbeite an einer Lösung ohne den städtischen Kredit von 500 000 Euro, sagte der designierte Vereinspräsident Wolfgang Brinkmann der Nachrichtenagentur dpa. Erste Fortschritte habe es seit dem Vorabend bereits gegeben. «Jetzt fehlen noch rund zwei Millionen Euro. Und ich bin zuversichtlich, dass wir bis zum Antragsschluss am Mittwochnachmittag das Problem lösen werden», versicherte Brinkmann. Scheitern die Rettungsbemühungen muss der Verein in die Insolvenz gehen.
Mit drei Millionen Euro wollte sich bislang die Wirtschaft an einem Rettungspaket beteiligen. Gut zwei Millionen Euro will der Verein selbst aufbringen. Die Sparkasse und das Land Nordrhein-Westfalen wollen ein Jahr lang auf die Bedienung laufender Kredite in Höhe von 12,3 Millionen Euro verzichten. Diese Kredite sind zu 80 Prozent durch eine Landesbürgschaft abgesichert. Dies soll die Finanzen um rund zwei Millionen Euro entlasten.
Es gebe positive Signale aus der Wirtschaft, sagte Brinkmann. Namen oder Summen wollte er aber nicht nennen. Brinkmann kritisierte den nach hitziger Debatte im Stadtrat beschlossenen Kredit von einer halben Million Euro als symbolischen Beitrag. «Den Abgeordneten hat die letzte Überzeugung gefehlt. Das ist enttäuschend.»