Arminia weiter in Not - Kredit über 500 000 Euro
Bielefeld (dpa) - 28.05.2010, 19:50 Uhr
Die Arminia muss der DFL bis zum 2. Juni einen Finanzplan vorlegen.
Die Zukunft von Arminia Bielefeld hängt weiter am seidenen Faden. Zwar sagte der Rat der Stadt Bielefeld dem von der Insolvenz bedrohten Fußball-Zweitligisten einen Kredit von 500 000 Euro zu, doch eine Rettung ist damit noch lange nicht in Sicht. Zuvor waren die SPD-Ratsfraktion und Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) mit einem bereits stark reduzierten Antrag gescheitert, dem Verein mit einem Darlehen über 1,85 Millionen Euro aus der Klemme zu helfen. Unterm Strich muss der Verein nun bis zum 2. Juni rund 2,5 Millionen Euro zusätzlich auftreiben. Die Arminia muss der Deutschen Fußball Liga (DFL) bis zum 2. Juni einen Finanzplan vorlegen. Die Finanzlücke beträgt derzeit rund 10,2 Millionen Euro. Mit drei Millionen wollte sich die Wirtschaft an einem Rettungspaket beteiligen. Gut zwei Millionen will der Verein selbst aufbringen. Der Plan sieht weiter vor, dass die Sparkasse und das Land Nordrhein-Westfalen ein Jahr lang auf die Bedienung schon laufender Kredite in Höhe von 12,3 Millionen Euro verzichten. Diese Kredite sind zu 80 Prozent durch eine Landesbürgschaft abgesichert. Dies soll die Finanzen um rund zwei Millionen Euro entlasten.
Der designierte Arminia-Präsident Wolfgang Brinkmann zeigte sich tief enttäuscht. Eine halbe Million Euro sei ein symbolischer Betrag. «Symbole reichen aber nicht aus, um Arminia zu retten.» Er habe ein anderes Zeichen, ein kraftvolles Bekenntnis der Stadt zu dem Verein erwartet. Bis zum 2. Juni werde er aber alles versuchen, um doch noch eine Lösung zu finden. Tags zuvor hatte der Hauptausschuss bereits ein Darlehen der Stadt über 4,85 Millionen Euro mehrheitlich abgelehnt. Mit der Reduzierung auf zunächst 2,85 Millionen Euro und später sogar 1,85 Millionen Euro wollte Clausen die Abgeordneten doch noch überzeugen. Ein solcher Kredit würde die Stadt relativ wenig kosten. |