Düsseldorf (dpa) - 10.05.2010, 12:31 Uhr
Nach den Ausschreitungen während des Zweitliga-Fußballspiels zwischen Fortuna Düsseldorf und Hansa Rostock (3:1) hat es keine weiteren Zwischenfälle gegeben.
«Das war problemlos. Die Rostocker Anhänger haben das Stadion und die Stadt ruhig und problemlos verlassen», sagte Wolfgang Rodax, Leiter der Pressestelle der Polizei Düsseldorf. Bereits vor der Begegnung war es in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt zu Auseinandersetzungen gekommen. Ein starkes Polizeiaufgebot verhinderte auf dem Düsseldorfer Burgplatz eine Eskalation, rivalisierende Fan-Gruppen beider Vereine konnten erfolgreich getrennt werden.
In der Nacht zum 9. Mai hatte sich die Lage aus polizeilicher Sicht derart zugespitzt, dass 159 Personen festgenommen wurden. Bei den Randalierern handelte es sich nach Polizei-Information «fast ausnahmslos um Anhänger des FC Hansa Rostock». Nach diesen Festnahmen habe sich die Lage in der Düsseldorfer Altstadt beruhigt.
Während des Einsatzes waren Polizeibeamte immer wieder Ziel pyrotechnischer Angriffe sowie von Flaschen- und Glaswürfen aus den Reihen der Randalierer. Hierbei waren 14 Polizisten verletzt worden.
Rodax betonte, dass die Polizei mit der Präsenz «etlicher Hundertschaften» auf Ausschreitungen vorbereitet war. Mögliche Vorwürfe, etwa von Rostocker Seite, die Behörden hätten die Lage im Vorfeld unzureichend bewertet, würden «ins Leere laufen», sagte Rodax. «Die Problematik bei Auftritten von Rostocker Fans in anderen Stadien ist gegenwärtig», sagte er.