Frankfurt/Main (dpa) - 10.05.2010, 13:49 Uhr
Schiri Wolfgang Stark (l) betritt mit seinen Assistenten Mike Pickel (m) und Jan- Hendrik Salver in Düsseldorf den Platz.
Für Schiedsrichter Wolfgang Stark war die von massiven Ausschreitungen begleitete Zweitliga-Partie Fortuna Düsseldorf gegen Hansa Rostock «eines der schwierigsten Spiele». «Man ist irgendwie machtlos», sagte der FIFA-Referee aus Ergolding.
«Es war uns im Vorfeld klar, dass es nicht so einfach wird. Wir mussten dann alle Register ziehen, um das Spiel durchzubekommen.» Die Partie stand bereits nach sechs Minuten am Rande eines Abbruchs, weil aus dem Rostocker Fanblock Feuerwerkskörper aufs Spielfeld geworfen wurden. Hansa-Torwart Alexander Walke musste behandelt werden. Nach einer 20-minütigen Unterbrechung entschieden Schiedsrichter Stark und DFL-Vertreter, das Spiel fortzusetzen. Auch kurz vor Ende unterbrach Stark das Spiel erneut, weil in unmittelbarer Nähe seins Assistenten Mike Pickel ein Feuerwerkskörper explodierte. «Er hatte nach dem Spiel ein leises Pfeifen im Ohr», sagte Stark.
Der 40-Jährige soll mit Pickel und seinem zweiten Assistenten Jan- Hendrik Salver (Stuttgart) als einer von 24 Unparteiischen zur Weltmeisterschaft nach Südafrika fahren. Der Weltverband FIFA entscheidet dieser Tage über die endgültige Nominierung. Stark ist nach 221 geleiteten Bundesliga-Partien, 28 Länderspielen und 54 Europacup-Spielen einer der erfahrendsten deutschen Referees.
Inzwischen hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen aufgenommen, wie ein DFB-Sprecher bestätigte. Nach der 1:3-Niederlage müssen die Rostocker den bitteren Gang in die Relegation antreten und treffen dort auf den FC Ingolstadt.