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Hoeneß legt nach: Stoffers ein «Scharlatan»

ünchen (dpa) - 27.04.2010, 12:29 Uhr

Manfred Stoffers ist der Geschäftsführer des TSV 1860 München.
Manfred Stoffers ist der Geschäftsführer des TSV 1860 München.

Im Münchner Stadionstreit mit dem TSV 1860 hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß gegen «Löwen»-Geschäftsführer Manfred Stoffers mächtig nachgelegt.

«Ich denke, Herr Stoffers ist der schlechteste Geschäftsführer, den 1860 je gehabt hat. Der ist unfähig, ein Scharlatan und der versucht, seine eigene Unfähigkeit auf das Stadionproblem abzuwälzen», wurde der Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters in mehreren Münchner Zeitungen zitiert. «Das Problem bei 1860 heißt Stoffers.» Seit längerem gibt es zwischen den Münchner Vereinen Streit um die Catering-Beträge in der Allianz Arena.

«Die allerletzten Bande, die es mal gegeben hat, sind jetzt gebrochen. Mit mir haben sie diese Woche den letzten Freund beim FC Bayern verloren», hatte Hoeneß bereits zum mehr denn je gestörten Verhältnis zum Lokalrivalen gewettert. Zuvor war bekanntgeworden, dass der Zweitligist als Mieter in der Allianz Arena seine vertragsmäßig festgeschriebenen Catering-Beträge nicht mehr direkt an die Stadion-Betreibergesellschaft überweist, sondern sie neuerdings auf einem neutralen Konto parkt. Der Catering-Streit wird Mitte Juli vor dem Landgericht München I fortgesetzt.

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Der FC Bayern und die Allianz Arena Stadion GmbH hatten die «Löwen»-Mieter wegen ausstehender Catering-Zahlungen in Höhe von 500 000 Euro zu Jahresbeginn verklagt. Der Zweitligist wiederum wirft der Betreibergesellschaft und dem FC Bayern vor, bei der Bewirtung in der Arena mit überteuerten Preisen gegen das Kartellrecht zu verstoßen. Seit Beginn dieser Saison zahlt der Zweitligist pro Heimspiel gut 50 000 Euro weniger als vertraglich vereinbart.

1860 München ist seit 2006 nur noch Mieter in der Allianz Arena. Damals hatten die «Löwen» ihre Stadionanteile für elf Millionen Euro an den Lokalrivalen verkauft.


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