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Ahlen steht als Absteiger fest: 0:1 gegen Aachen

Ahlen (dpa) - 18.04.2010, 16:01 Uhr

Aachens Aimen Demai (r) schießt per Elfmeter das 1:0 für die Alemannia.
Aachens Aimen Demai (r) schießt per Elfmeter das 1:0 für die Alemannia.

Rot Weiss Ahlen hat sich nach zwei Jahren wieder aus der 2. Fußball-Bundesliga verabschiedet und steht als erster Absteiger der Saison fest.

Nach dem 0:1 (0:1) gegen Alemannia Aachen weisen die Nordwestfalen als Tabellenschlusslicht lediglich 21 Punkte auf und können bei nur noch drei ausstehenden Spielen selbst den Relegationsplatz (Hansa Rostock/32 Zähler) nicht mehr erreichen. Die Mannschaft von Trainer Christian Hock, dessen im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, hätte den dritten Heimsieg benötigt, um die Entscheidung zumindest zu vertagen.

«Es ist ein bitterer Moment, auch wenn uns vorher klar war, dass wir eigentlich keine Chancen mehr haben. Das Spiel heute war ein Spiegelbild. Wir haben uns kaum Torchancen erarbeitet», sagte Hock. «Man muss ehrlich sagen. Wir sind zurecht abgestiegen.»

Aachens Almen Demai besiegelte vor 3500 Zuschauern im Wersestadion per Foulelfmeter (35.) Ahlens Gang in die 3. Liga. Zuvor hatte Torhüter Sascha Kirschstein Alemannia-Stürmer Benjamin Auer gefoult. Die Elf von Michael Krüger kann nach dem ersten Auswärtssieg in diesem Jahr dagegen für eine weitere Zweitliga-Saison planen.

In Stefan Emmerling, der aus den ersten fünf Partien nur einen Punkt holte, Andreas Zimmermann (2 Spiele/0 Punkte) und dem 40 Jahre alten Hock verschliss Ahlen gleich drei Trainer in dieser Spielzeit. Hock holte mit dem Team zwar 13 Punkte aus den ersten acht Rückrundenspielen, konnte danach die Talfahrt aber nicht stoppen. Knackpunkt war die 0:2-Heimniederlage gegen TuS Koblenz - danach kassierte die Elf fünf weitere Schlappen. Von insgesamt 31 Spielen konnte Ahlen nur fünf gewinnen, erzielte lediglich 18 Tore.

«Wir wollen den Abstieg nutzen, um uns sportlich neu aufzustellen. Wir planen ja schon seit einigen Wochen für die 3. Liga und wollen Strukturen schaffen, um dort wettbewerbsfähig zu sein. Allerdings können wir mit einem relativ kleinen Etat keine großen Sprünge machen», sagte Clubpräsident Heinz-Jürgen Gosda. Auf den neuen Sportlichen Leiter Ronald Maul wartet nun viel Arbeit. Nur sechs Spieler haben derzeit gültige Verträge für die 3. Liga. «Ich traue mir die Aufgabe zu. Beide Seiten haben ein gutes Gefühl», sagte Maul, der auch einen neuen Trainer suchen muss.


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