Beim finanzschwachen Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld soll das Präsidium künftig nicht mehr durch die Mitglieder des eingetragenen Vereins (e.V.), sondern durch den Verwaltungsrat gewählt werden.
Dies sieht eine Satzungsänderung vor, über die bei einer Außerordentlichen Jahreshauptversammlung am 5. Mai (19.30 Uhr) abgestimmt werden soll. Die Ordentliche Mitgliederversammlung ist für den 6. Juni terminiert. «Viele unserer derzeitigen Probleme sind einem strukturellen Defizit geschuldet. Die Neustrukturierung der Gremien ist nach Empfehlung der Deutschen Fußball Liga für die professionelle Organisation eines Bundesliga-Clubs notwendig und insofern auch ein Schritt dahin, die Lizenz für die Saison 2010/11 abzusichern», teilte Arminia-Präsident Hans-Hermann Schwick in der Einladung zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung mit.
Arminia Bielefeld stehe in diesem Frühjahr «vor entscheidenden Weichenstellungen für die Zukunft». Speziell der in dieser Saison «offenkundig gewordene wirtschaftliche und sportliche Abwärtstrend ist problematisch», schrieb Schwick. Er will dafür werben, dass die weitere Teilnahme am Profifußball gewährleistet wird. Dabei sei «allen Arminen klar, dass das Vertrauen in allen Bereichen erst wieder neu erarbeitet werden muss».
Mit den geplanten Satzungsänderungen will der Traditionsverein aus Ostwestfalen «eine wesentlich verbesserte Transparenz und Kontrolle sämtlicher Gremien und Entscheidungen» erreichen. Dabei sei das derzeitige Präsidium um eine «aktive, offene Kommunikation bemüht». Bei mehreren Veranstaltungen sollen die Vereinsmitglieder vor dem 5. Mai umfassend über die geplanten Strukturmaßnahmen informiert werden.