Lautern trotz Remis obenauf - MSV aus dem Rennen
München (dpa) - 11.04.2010, 16:16 Uhr
Der Duisburger Tiago (l) und Nöthe von Greuther Fürth kämpfen um den Ball.
München (dpa) - Schon wieder nicht gewonnen und doch obenauf - der 1. FC Kaiserslautern scheint sich auf dem Weg ins Fußball- Oberhaus nicht einmal selber stoppen zu können. Mit dem 1:1 gegen Union Berlin gelang den «Roten Teufeln» zum zweiten Mal hintereinander kein Sieg, dennoch kam der Zweitliga-Spitzenreiter der deutschen Beletage am 30. Spieltag ein gutes Stück näher. Dank der Ausrutscher von Fortuna Düsseldorf und des MSV Duisburg ist den Pfälzern zumindest der Relegationsplatz nicht mehr zu nehmen. Die Rheinländer verloren in Cottbus mit 2:4, die «Zebras» müssen ihre Hoffnungen auf eine Bundesliga-Rückkehr nach dem 1:1 gegen Greuther Fürth wohl begraben. Im Spitzenspiel treffen Lauterns ärgste Verfolger aufeinander: Der FC Augsburg ist beim FC St. Pauli fast schon zum Punkten verdammt, um den zweiten Rang nicht aus den Augen zu verlieren. Die Schwaben strauchelten zuletzt mehrmals. «Bei St. Pauli wird die Luft brennen», meinte FCA-Manager Andreas Rettig. «Das wird ein vorentscheidendes Ding», sagte Pauli-Stürmer Marius Ebbers.
Rang eins ist weiter fest in Pfälzer Hand - trotz des mageren Remis gegen Union. Mit acht Zählern Vorsprung auf Platz drei ist der Abstand immer noch komfortabel, obwohl gegen Union selbst zwei eigene Treffer nicht zum Sieg reichten: Srdjan Lakic traf per Eigentor zum 1:1. «Jetzt wollen wir Platz 1, 2 oder 3 nicht nur theoretisch erreichen, sondern auch praktisch. Am liebsten natürlich Platz 1 oder 2», sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz. Zumindest Rang drei hatte der MSV Duisburg anvisiert - nach zuletzt zwei Siegen kamen die Meidericher gegen Fürth aber nicht über ein Remis hinaus. Damit beträgt der Rückstand auf Augsburg immer noch fünf Zähler. Christopher Nöte (64.) glich die frühe MSV-Führung durch Caiuby aus (9.), hinterher gab es eine handfeste Rangelei zwischen Spielern und Offiziellen. «Wir dürfen das aber nicht alles auf die Goldwaage legen», sagte ein gefasster MSV-Trainer Milan Sasic. |