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Bielefeld stellt Interimstrainer Dammeier frei

Bielefeld (dpa) - 30.03.2010, 13:51 Uhr

Detlev Dammeier in seiner Trainerfunktion für Bielefeld.
Detlev Dammeier in seiner Trainerfunktion für Bielefeld.

Die Chaostage beim finanzschwachen Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld gehen weiter. Der Traditionsverein aus Ostwestfalen stellte Sport-Geschäftsführer und Interims-Trainer Detlev Dammeier frei. Der 41-Jährige soll allerdings einen neuen Tätigkeitsbereich erhalten.

Dammeier, der seit dem 20. März 2008 als Nachfolger von Reinhard Saftig Arminia-Manager war und noch einen Vertrag bis 30. Juni 2011 besitzt, hatte nach der Beurlaubung von Chefcoach Thomas Gerstner am 11. März dessen Tätigkeit mit übernommen. Ab sofort wird aber Frank Eulberg die Profi-Mannschaft als verantwortlicher Trainer betreuen.

«Wir sind mehrheitlich zu dem Entschluss gekommen, uns im Bereich der sportlichen Leitung neu aufzustellen», sagte Norbert Leopoldseder, der Aufsichtsratsvorsitzende des Vereins. In Zukunft sollen Aufgaben und Verantwortungsbereich des Trainers und des Sport- Geschäftsführers «in einer Stelle gebündelt werden». Eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Vertretern der Vereinsgremien und dem kaufmännischen Geschäftsführer Heinz Anders soll die weitere Personalplanung vorantreiben.

Der 47-jährige Eulberg übernimmt «bis auf weiteres» die Profi- Mannschaft als verantwortlicher Cheftrainer. Eulberg, der im Gegensatz zu Dammeier eine Lizenz als Fußball-Lehrer hat, arbeitete in dieser Funktion unter anderem bei Carl Zeiss Jena und Göttingen 05, ehe er Anfang 2007 als Co-Trainer nach Bielefeld kam. Mit Dammeier hatten die Arminia-Profis in drei Begegnungen zweimal verloren und nur beim 3:0 im Derby gegen den SC Paderborn gewonnen.

Mit der Zwangsdemission des ehemaligen Bielefelder Profis Dammeier endet ein weiteres unrühmliches Kapitel in der jüngeren Vereinshistorie des Erstliga-Absteigers. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte den Club wegen Verstößen gegen Bestimmungen der Lizenzierungsordnung mit einem Abzug von vier Punkten bestraft und den Verein Mitte März zusätzlich mit einer Geldbuße von 50 000 Euro belegt.

Spätestens danach hatten sich die Ostwestfalen auf eine weitere Saison in der 2. Liga eingerichtet. Eine neue Lizenz ist angesichts der finanziellen Probleme fraglich. Die kommende Spielzeit will der Verein mit einem Etat von 17,4 Millionen Euro angehen. Anders hatte «auf allen Ebenen» einen rigorosen Sparkurs angekündigt.


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