Als einer der Hintermänner der Affäre soll Ante S., der bereits in den Manipulationsskandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer verwickelt gewesen war, fungiert haben. Burghausen stieg am Ende der Saison 2006/2007 mit einem Rückstand von vier Punkten zu den Nichtabstiegsplätzen ab. Wacker erwägt nun rechtliche Schritte, falls ehemalige Spieler in den Wettskandal verwickelt sein sollten. «Sollten diese Spieler wirklich rechtskräftig verurteilt werden, so behalten wir es uns vor, diese gegebenenfalls in Regress zu nehmen», sagte Hahn in einer Pressemitteilung, «sie hätten dem SV Wacker durch den Abstieg gehörigen finanziellen Schaden zugefügt». Hahn betonte, dass das damals handelnde Personal komplett ausgewechselt worden sei «und wir ausnahmslos neu aufgestellt sind. Die neue Führungsspitze war damals in keinster Weise involviert oder beteiligt.» Zuletzt hatte «Fakt» im November 2009 die Burghauser mit Manipulationen in Verbindung gebracht. Damals berichtete das Magazin bereits davon, im Abstiegskampf 2006/2007 sollen mehrere Partien verschoben gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Traunstein hatte damals ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet. Im aktuellen Fall sollen «Fakt» Telefonüberwachungs-Protokolle vorliegen, die darauf hindeuten, das bei Spielen von Burghausen möglicherweise manipuliert wurde. Eine der überwachten Personen ist ein Malaie, der 2007 in Frankfurt/Main wegen Spielmanipulationen zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt wurde. In einem der Telefonate erklärte er, er wolle für Burghausen wetten. Laut «Fakt» würden die Überwachungsprotokolle auch beweisen, dass die Täter Kontakte zu den Burghauser Spielern hatten. Der Mann aus Malaysia soll inzwischen in Asien untergetaucht sein.
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