Bielefeld (dpa) - 12.03.2010, 15:35 Uhr
Nach der Trennung von Thomas Gerstner sondiert Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld den Trainermarkt. «Wir werden uns möglichst zeitnah um eine Nachfolge-Lösung kümmern», sagte Sport-Geschäftsführer Detlev Dammeier, der beim Spiel in Aachen als Interimscoach einspringt.
Als Lösung bis zum Saisonende will der ehemalige Bielefelder Profi seinen Wechsel auf den Trainerstuhl jedoch nicht verstanden wissen. «Geplant ist das nicht. Das ist nicht meine vordergründige Idee.»
Bei den Fans des Bundesliga-Absteigers steht Uwe Rapolder hoch im Kurs. In einer Online-Umfrage der Zeitung «Neue Westfälische» trauen 45 Prozent der 3100 Teilnehmer dem derzeit arbeitslosen Fußball-Lehrer zu, den Umschwung zu schaffen und den Club wie schon 2004 zurück in die Bundesliga zu führen. Der im Dezember beim Ligakonkurrenten TuS Koblenz entlassene Rapolder gilt aber in Vorstands-und Aufsichtsratskreisen dem Vernehmen nach nicht als erster Anwärter auf die Gerstner-Nachfolge. Neben Rapolder werden Michael Oenning, Lucien Favre und Jörn Andersen als mögliche Kandidaten gehandelt.
Auf ein üppiges Gehalt kann der neue Arminia-Trainer nicht hoffen. Angesichts eines Schuldenberges in Höhe von 15,5 Millionen Euro suchen die Ostwestfalen nach einer kostengünstigen Lösung. Immerhin hält sich die Abfindung für den entlassenen Gerstner in Grenzen. Dessen Vertrag hatte eine Laufzeit bis Saisonende.