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Augsburg auf Bundesliga-Kurs - St. Pauli patzt

München (dpa) - 07.03.2010, 15:31 Uhr

Münchens Aigner (l), Schütze des 1:0, jubelt mit seinen Kollegen Stahl und Kaiser.
Münchens Aigner (l), Schütze des 1:0, jubelt mit seinen Kollegen Stahl und Kaiser.

Der FC Augsburg nimmt immer vehementer Kurs auf die Fußball-Bundesliga. Als einziges Team der Spitzengruppe meisterten die Schwaben am 25. Spieltag ihre Aufgabe und besiegten daheim den SC Paderborn mit 3:0 (0:0).

Dagegen musste der FC St. Pauli einen weiteren herben Rückschlag im Aufstiegsrennen hinnehmen: Trotz langer Überzahl verloren die Hanseaten beim TSV 1860 München mit 1:2 (0:1). Anschluss an die Aufstiegsränge hielt der MSV Duisburg, der bei Neuling Union Berlin mit 1:0 (0:0) die Oberhand behielt. Während Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern sein Heimspiel gegen den FSV Frankfurt nicht hat gewinnen können, schwebt der FC Hansa Rostock in Abstiegsgefahr. Dagegen hat der FC Energie Cottbus die Abstiegszone vorerst hinter sich gelassen.

Mit dem 1:1 (1:1) gegen die abstiegsbedrohten Hessen sind die «Roten Teufel» allerdings seit sieben Spielen ungeschlagen. Vor 28 224 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion hielt aber auch die Serie der Frankfurter, die nun sechs Spiele nacheinander nicht verloren haben. Nikolas Ledgerwood (12.) hatte den FSV mit einem Kopfballtreffer in Führung gebracht und Sidney Sam (27. Minute) per Foulelfmeter ausgeglichen.

Bundesliga-Absteiger Cottbus gelang ein 3:1 (2:0) über Alemannia Aachen. Durch den Erfolg verbesserten sich die Lausitzer auf den elften Tabellenrang. Zugleich schafften die Gastgeber vor 7381 Zuschauern eine kleine Wiedergutmachung nach den zuletzt schwachen Leistungen. Nach der dritten Niederlage nacheinander rutschten die Aachener auf den zwölften Tabellenplatz ab. Matchwinner war der 21-jährige Nils Petersen. Der Zugang aus Jena sorgte mit einem Doppelschlag innerhalb von sechs Minuten (36., 42.) für die 2:0-Führung und leitete damit den verdienten Sieg ein. Aimen Demai (53.) verkürzte für die Aachener noch per Foulelfmeter. Stiven Ristic machte fünf Minuten später den erst fünften Heimerfolg der Cottbuser in dieser Saison mit seinem Treffer zum 3:1 nach glänzender Vorarbeit von Stanislaw Angelow perfekt.

Mit 54 Punkten bleibt Kaiserslautern vor Verfolger FC Augsburg und FC St. Pauli auf sieben beziehungsweise sechs Punkte. Frankfurt verharrt mit 23 Zählern weiter auf dem 16. Tabellenrang, dem Relegationsplatz, hat aber Hansa Rostock (25) noch in Reichweite. Trotz der schwächsten Abwehr der Liga bei 42 Gegentreffern hat der FSV weiter alle Chancen auf den Klassenverbleib.


Zum Auftakt des 25. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga kassierte der Ostsee-Club eine bittere 0:1 (0:1)-Heimpleite gegen Rot Weiss Ahlen. Ahlen reichte nach dem zweiten Sieg in Folge die Rote Laterne des Tabellenletzten an die TuS Koblenz weiter. Das Team von Trainer Petrik Sander verlor bei Rot-Weiß Oberhausen mit 0:2 (0:1).

Einen kleinen Strauchler im Aufstiegsrennen leistete sich Fortuna Düsseldorf. Die Rheinländer kamen gegen die SpVgg Greuther Fürth vor 24 000 Zuschauern nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Die Aufsteiger von Trainer Norbert Meier mussten nach einer Gelb-Roten Karte gegen Johannes van den Bergh (76. Minute) die Schlussphase zu zehnt bestreiten und konnten dadurch mit dem Remis zufrieden sein.

Rostock hatte im Kellerduell den ersten Rückrundensieg fest eingeplant, doch Ahlen machte Hansa und dem neuen Trainer Thomas Finck einen dicken Strich durch die Rechnung. Ahlens Siegtorschütze Julian Jenner (13. Minute) verschärfte die Hansa-Krise und schoss seine Mannschaft erstmals seit dem 10. Spieltag vom Tabellenende weg. Bei der größten Chance der Rostocker, die seit fünf Partien ohne eigenes Tor sind, scheiterte Mario Fillinger (53.) an der Unterkante der Querlatte.

In Oberhausen nutzte der Gastgeber einen groben Abwehrfehler von TuS-Verteidiger Tom Geißler zum Führungstor durch Moritz Stoppelkamp (29.). Bis dahin war Koblenz die engagierte Mannschaft, aber im Angriff ohne Durchschlagskraft. Fünf Minuten vor Spielende beseitigte erneut Stoppelkamp alle Zweifel am RWO-Sieg. Oberhausen stoppte nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg die Talfahrt, für Koblenz wird nach der dritten Niederlage hintereinander die Luft im Abstiegskampf immer dünner.

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