Frankfurt/Main (dpa) - 04.03.2010, 12:32 Uhr
Aufstiegaspirant FC St. Pauli will seinen Negativtrend stoppen, im Tabellenkeller hoffen die TuS Koblenz und Rot Weiss Ahlen auf neuen Aufwind. Am 25. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga ist vor allem die Situation am Tabellenende prekär.
Vier der letzten fünf Teams treffen in direkten Duellen aufeinander, nur der auf dem Relegationsplatz rangierende FSV Frankfurt steht beim souveränen Tabellenführer 1. FC Kaiserslautern vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Doch FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz warnt vor dem Heimspiel-Doppelpack der «Roten Teufel» gegen die Hessen und Energie Cottbus eine Woche später. «Das werden die schwersten Heimspiele der ganzen Saison.»
Allerdings glaubt in der Liga kaum noch jemand an einen Einbruch der in diesem Jahr erst einmal besiegten Pfälzer. Vielmehr scheint es im Aufstiegsrennen nur noch um die Plätze zwei und drei zu gehen. Nach drei Spielen ohne Sieg und Tor ist vor allem der FC St. Pauli bei 1860 München gefordert. Von einer Krise beim Kiez-Club will Sport-Geschäftsführer Helmut Schulte aber nichts wissen. «Wenn überhaupt, dann stecken wir in einer Ergebniskrise», sagte Schulte im «Kicker». Schulte, der seinen Vertrag beim hanseatischen Traditionsverein unlängst bis 2013 verlängert hat, ist aber fest von der Wende überzeugt. «Unser Weg wird uns zum Erfolg führen. Völlig egal, was in München passiert.»
Von der Hamburger Schwächephase hat besonders der FC Augsburg profitiert. Seit acht Spielen ist das Team des aufstiegserfahrenen Trainers Jos Luhukay nun schon ungeschlagen und rangiert hinter Kaiserslautern auf Platz zwei. Aus dem Jäger ist nun der Gejagte geworden, die Euphorie beim FCA kennt keine Grenzen. Beim Heimspiel gegen den SC Paderborn am Sonntag werden mehr als 20 000 Fans erwartet, doch Luhukay mahnt. «Wir bleiben selbstkritisch.»
Abstiegskampf pur steht am Freitagabend auf dem Programm. In den Duellen Rostock (25 Punkte) gegen Ahlen (18) und Oberhausen (25) gegen Koblenz (18) wird sich entscheiden, ob der Kampf um den Klassenverbleib weiter zwischen einem Trio ausgefochten wird oder ab sofort fünf Teams bis zum Saisonende zittern müssen.