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1. FC Union bestätigt Angriff nach Schalke-Spiel

Berlin (dpa) - 01.03.2010, 15:44 Uhr

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Mehrere Spieler des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin sind nach dem Besuch des Bundesliga-Derbys zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund Opfer eines Angriffs geworden.

Entsprechende Medienberichte bestätigte der Club. Dabei seien am 26. Februar Hüzeyfe Dogan und Christopher Quiring geschlagen worden, als sie auf dem Weg zum Mannschaftsbus waren. Dogan sei von einem Faustschlag im Gesicht getroffen worden, Quiring am Hinterkopf.

Mittelfeldspieler Dogan war dennoch beim 2:3 in Ahlen dabei und erzielte das Tor zum Endstand. «Der Schlag hat mich völlig unvorbereitet getroffen, und ich werde das erst noch verarbeiten müssen. Auf dem Platz spielt das aber keine Rolle», sagte er. Während der Club in einer Mitteilung von unbekannten Personen sprach, hatten Berliner Medien berichtet, es habe sich um zehn bis 15 Schalker Hooligans gehandelt, die die Union-Spieler irrtümlich für Dortmunder gehalten hätten.

Nach tagelangem Schweigen äußerten sich die Spieler nach einer einstündigen Sitzung auch am 1. März nicht. Trainer Uwe Neuhaus rechtfertigte die defensive Informationspolitik. «Wir haben uns zunächst sehr bewusst für einen äußerst zurückhaltenden Umgang mit diesem Thema entschieden, um die Konzentration auf das Ahlen-Spiel nicht noch mehr zu gefährden. Natürlich ist so eine Attacke keine Bagatelle und nicht so leicht aus den Köpfen der Spieler zu kriegen, aber der Vorfall soll nicht als Alibi für die Niederlage in Ahlen herhalten», erklärte Neuhaus.

Zudem wies der Verein Berichte über einen gezielten Angriff und Fluchtszenen zurück. Die Spieler hätte das Derby in unterschiedlichen Blöcken des Stadions verfolgt und die Arena einige Minuten vor Spielende verlassen. An einer Wegkreuzung seien sie von mehreren Personen attackiert worden. Innerhalb weniger Augenblicke seien die Angreifer wieder verschwunden gewesen, teilte der Verein mit.

«Unsere Spieler waren in zivil unterwegs und sind unverhofft und unverschuldet in diese Situation geraten. Sie haben sich zum Glück vorbildlich verhalten, so dass die Lage nicht weiter eskaliert ist», erklärte Unions Sportdirektor Christian Beeck.


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