Erstmals seit seiner Rückkehr in den bezahlten Fußball im Jahr 1993 muss der TSV 1860 München wieder mit Bus und Bahn zu einem Auswärtsspiel reisen. Der gebuchte Flug des Zweitliga-Clubs ins fast 600 Kilometer entfernte Paderborn fiel den Querelen im Luftverkehr zum Opfer.
Um fit für die Partie beim SC Paderborn zu sein, will der Münchner Tross schon einen Tag vor dem Spiel mit dem ICE bis Kassel fahren und die restliche Strecke dann per Bus bewältigen.
«Wir spielen zwar nur in der zweiten Liga, reisen aber erste Klasse. Der Preisunterschied war nur minimal», frohlockte Robert Hettich, Team-Manager des sportlich und finanziell gebeutelten Clubs. Möglich gewesen wäre auch eine komplette Bustour - gegen die aber sträubte sich Trainer Ewald Lienen vehement: «Das wäre ätzend und kontraproduktiv», sagte Lienen.