Der finanziell angeschlagene Zweitligist Arminia Bielefeld hat der Deutschen Fußball Liga in Frankfurt/Main einen Maßnahmen-Katalog präsentiert.
«Daran arbeiten wir derzeit mit Hochdruck», teilte Arminia-Geschäftsführer Heinz Anders mit. Die Arminia-Delegation, zu der noch Manager Detlev Dammeier, Aufsichtsratschef Norbert Leopoldseder und Finanz-Prokurist Henrik Wiehl gehörten, habe die Lage vor den DFL-Vertretern laut Anders «offen und transparent» analysiert. Es sei ein «sehr positives Gespräch gewesen». Die nicht näher erläuterten Maßnahmen müssten nun umgesetzt und bei der DFL entsprechend nachgewiesen werden.
Die DFL kommentierte das Zusammentreffen in ihrer Frankfurter Zentrale nicht. «Zu solchen Dinge äußern wir uns nicht», erklärte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Der frühere Erstligist Bielefeld hat Verbindlichkeiten und Schulden von rund 15,5 Millionen Euro. Im operativen Geschäft dieser Saison gibt es eine Finanzierungslücke von 2,5 Millionen Euro. Der Club hat sich vor allem mit dem Ausbau und der Modernisierung der SchücoArena übernommen. Zudem ist die Entwicklung bei den Zuschauer-Zahlen und den Sponsorzuwendungen nach dem Bundesliga-Abstieg unerfreulich. Allein für das Stadion sind noch 13 Millionen Euro zu tilgen. Der Verein denkt sogar an einen Verkauf der SchücoArena.